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Great Barrier Reef: Australien kündigt Widerstand gegen "Rote Liste" an

Riff soll auf Rote Liste : Australien kündigt Widerstand gegen Herabstufung des Great Barrier Reef an

Die Unesco hat angekündigt, das Great Barrier Reef auf die Rote Liste setzen zu wollen. Es gebe ein besorgniserregendes Korallensterben. Die australische Regierung möchte sich gegen die Herabstufung wehren.

Die australische Regierung hat Widerstand gegen die drohende Einstufung des Great Barrier Reef auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbe durch die Unesco angekündigt. Nachdem die UN-Kulturorganisation Unesco am Montag wegen des dramatischen Korallensterbens die Herabstufung des Weltnaturerbestatus angekündigt hatte, zeigte sich Umweltministerin Sussan Ley am Dienstag kampfbereit. Das Welterbekomitee habe dabei nicht die Milliarden von Dollar berücksichtigt, die Australien bereits zum Schutz des weltgrößten Korallenriffs ausgegeben habe, sagte Ley.

Es sei zudem „erschreckend“, dass die Mitglieder des Welterbekomitees ihre Entscheidung im Vorfeld nicht angekündigt hätten, sagte Ley. Sie habe Unesco-Generalsekretärin Audrey Azoulay in einem Telefonat ihre „große Enttäuschung und Fassungslosigkeit“ mitgeteilt.

Eine Einstufung als gefährdetes Welterbe der Unesco gilt nicht als Sanktion. Laut Unesco lassen manche Länder ihre Welterbestätte sogar absichtlich auf die Liste des gefährdeten Erbes setzen, um internationale Hilfe anzuwerben. Andere Länder sehen die Einstufung dagegen als ehrverletzend.

In seinem am Montag veröffentlichten Bericht hatte das Welterbekomittee sich „zutiefst besorgt“ über den Zustand des Great Barrier Reef gezeigt. Die langfristigen Aussichten des Ökosystems im Riff hätten sich „von schlecht zu sehr schlecht“ entwickelt.

Die Unesco hatte das 2300 Kilometer lange Korallenriff 1981 zum Weltnaturerbe erklärt. Das aus 2500 einzelnen Riffen bestehende Gebiet beherbergt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Der Klimawandel und die damit einhergehende Erwärmung der Meere führen zu einem Absterben der Korallen.

(c-st/AFP)