Gepanschter Likör: Acht Menschen sterben auf den Philippinen

300 Menschen im Krankenhaus : Acht Menschen sterben nach Genuss von gepanschtem Likör auf den Philippinen

Auf den Philippinen müssen zahlreiche Menschen behandelt werden, die offenbar gepanschten Kokos-Likör getrunken haben. Acht sind gestorben, neun schweben noch in Lebensgefahr.

Auf den Philippinen sind acht Menschen nach dem Genuss von gepanschtem Kokos-Likör gestorben. Hunderte weitere Patienten befinden sich im Krankenhaus, neun von ihnen schweben in Lebensgefahr, wie ein Sprecher des Allgemeinen Krankenhauses in Manila am Montag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Behörden gehen davon aus, dass eine hohe Methanol-Konzentration in dem Likör die Vergiftungen verursachte.

Alle Opfer hatten am Wochenende an Feiern in der südöstlich von Manila gelegenen Stadt Rizal teilgenommen und nach dem Verzehr des heimischen Likörs "Lambanog" über Bauchschmerzen geklagt. Die Lokalregierung in Manila verhängte ein sofortiges Verkaufsverbot für den Kokos-Likör, der vor allem zu Weihnachten sehr gefragt ist.

Nach Angaben des Krankenhaussprechers wurden mehrere Ärzte, die sich bereits im Weihnachtsurlaub befanden, zur Arbeit zurückgerufen, um die Patienten zu behandeln. Demnach wurden insgesamt 300 Menschen ins Krankenhaus gebracht, die zuvor alle Kokos-Likör vom selben Hersteller konsumiert hatten.

Der auf den Philippinen äußerst beliebte "Lambanog" wird oft von privaten Herstellern produziert. Die Regierung hat schon in der Vergangenheit vor dem Konsum nicht zugelassener Spirituosen gewarnt.

Der Arzt José Jonas Del Rosario sagte, ein Nebenprodukt des Kokos-Likörs sei Methanol, das zu Blindheit oder sogar zum Tod führen kann. Im vergangenen Jahr waren bei einem ähnlichen Vorfall zehn Menschen an den Folgen des Kokos-Likör-Konsums gestorben. Damals stellte die Regierung eine hohe Methanol-Konzentration in den konsumierten Getränken fest.

(cka/AFP)