Bericht korrigiert Anwalt: Zimmerman wurde nicht ins Gesicht geschossen

Orlando · Dem US-Todesschützen George Zimmerman, der in Florida den unbewaffneten Afroamerikaner Trayvon Martin erschossen und sich dafür vor Gericht erfolgreich auf Notwehr berufen hatte, ist nach Aussage seines Anwalts nicht ins Gesicht geschossen worden.

 George Zimmerman wurde offenbar doch nicht ins Gesicht geschossen.

George Zimmerman wurde offenbar doch nicht ins Gesicht geschossen.

Foto: ap, Joe Burbank

Anwalt Don West korrigierte am Dienstag damit die Aussage eines Polizeisprechers über einen Streit Zimmermans mit einem Autofahrer.

Nach Wests Angaben wurde Zimmerman im Auto von einem Mann verfolgt, mit dem er sich bereits im September eine Auseinandersetzung geliefert hatte. Zimmerman habe wenden wollen, um den Verfolger abzuschütteln, doch dieser habe ebenfalls gewendet und habe dann durch die Fensterscheibe von Zimmermans Auto geschossen. Der 31-Jährige sei durch Splitter im Gesicht und am Arm verletzt worden, die Kugel habe ihn aber nicht getroffen. Nach kurzer Zeit wurde er aus dem Krankenhaus entlassen.

Der damalige Nachbarschaftswächter Zimmerman hatte 2012 den 17-jährigen Martin erschossen. Es folgte ein viel beachteter Prozess, in dem Zimmerman sich erfolgreich auf Notwehr berief. Das Urteil löste Demonstrationen in mehr als 100 Städten aus und heizte die Debatte über rassistische Vorurteile gegenüber Schwarzen erneut an.

(dpa)