Schlussplädoyers in Causa George Floyd „Das war keine Polizeiarbeit, das war Mord“

Minneapolis · Im Prozess gegen den Ex-Polizisten Chauvin haben am Montag Anklage und Verteidigung ihre Schlussplädoyers gehalten. Der Staatsanwalt macht Chauvin für den Tod des Afroamerikaners George Floyd verantwortlich. Entscheiden müssen nun zwölf Geschworene.

 Staatsanwalt Steve Schleicher hält ein Schlussplädoyer im Hennepin County Gericht.

Staatsanwalt Steve Schleicher hält ein Schlussplädoyer im Hennepin County Gericht.

Foto: dpa/Uncredited

Jetzt beginnt das Warten, und wie lange es dauert, kann niemand sagen. Nachdem Anklage und Verteidigung am Montag ihre Schlussplädoyers in der Causa George Floyd gehalten haben, müssen zwölf Geschworene entscheiden, ob sie den Polizisten Derek Chauvin für schuldig befinden. Und wenn ja, in welchen Punkten. Dazu ziehen sie sich zu Beratungen in ein Hotel zurück, wo sie keinen Kontakt zur Außenwelt haben. Gut möglich, dass die Runde schon nach wenigen Tagen, vielleicht sogar nach wenigen Stunden, zu einem Urteil gelangt. Denkbar ist aber auch, dass sie Wochen braucht, um sich zu einigen. Oder scheitert bei dem Versuch, sich auf eine gemeinsame Sicht zu verständigen. Für einen Freispruch reicht es schon, wenn nur einer der Meinung ist, dass begründete Zweifel an Chauvins Schuld bestehen.