Genf: Facebook verbietet Museum das Zeigen von nackten Statuen

Nach Ärger mit Museum in Genf : Facebook erlaubt jetzt doch Bilder von nackten Statuen

Das Genfer Museum wollte bei Facebook zwei Bilder hochladen – die wurden jedoch wieder gelöscht. Die Begründung des Unternehmens mutete kurios an. Nach mehreren Stunden aber lenkte Facebook dann doch noch ein.

Wenn es um Nacktheit geht, kennt Facebook zunächst kein Pardon: So berichtet es zumindest das Genfer Museum für Kunst und Geschichte, das vergeblich mit zwei Fotos von Statuen im Online-Netzwerk eine anstehende Ausstellung anpreisen wollte. Ein erster Versuch, die Bilder zu posten, zog laut Museumssprecherin Sylvie Treglia-Détraz folgende Antwort von Facebook nach sich: „Wir erlauben keine Werbung, die Nacktheit zeigt, selbst wenn sie keinen sexuellen Charakter hat. Dies schließt den Einsatz von Nacktheit für künstlerische oder pädagogische Zwecke ein.“

Dann versuchte es das Museum eben bei Twitter. Einen Tweet mit den Fotos schmückte es mit dem französischen Wort für „zensiert“, das den vermeintlichen Intimbereich der Statuen zierte. Dazu schrieb das Museum: „Vielleicht ist es an der Zeit, dass diese Plattform ihre Richtlinien für Museen und Kultureinrichtungen ändert?“

Am Abend dann die Reaktion von Facebook: "Die Werbeeinschaltung wurde versehentlich abgewiesen und ist jetzt wieder auf Facebook verfügbar. Wir bedauern den Fehler", schrieb Facebook in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP.

(felt/kron/dpa/ap)
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