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Gazastreifen: Zoo-Elefanten schützen Nachwuchs bei Raketenalarm

Zoo in Tel Aviv : Elefanten schützen Nachwuchs bei Raketen-Alarm

An der Grenze zum Gazastreifen dauern die Gefechte an. Regelmäßig ertönt Luftalarm. Raketen schlagen in Israel ein. Dass hierdurch auch die Tierwelt in Unruhe versetzt wird, zeigt ein Video aus dem Zoo in Tel Aviv. Umso bemerkenswerter die kluge Reaktion der Tiere.

Die heftigen Raketenangriffe militanter Palästinenser im Gazastreifen auf israelische Ortschaften dauern an. Auch in Tel Aviv ertönt regelmäßig Luftalarm. Die Bewohner der israelischen Stadt hetzen dann in sichere Kellerräume oder Flure in ihren Wohnhäusern.

Wie sensibel auch die Tierwelt auf die Unruhen reagiert, zeigt ein Video aus dem Elefanten-Gehege des Zoos in Tel Aviv. Das Geheul der Sirenen ist deutlich zu hören. Die Elefantenherde reagiert umgehend. Ein Tier wirbelt herum und scheint den anderen Mitgliedern der Herde Anweisungen zu geben. Sofort rotten sich die Tiere zusammen. Der Grund für die Rudelbildung: die zwei Elefanten-Kälber. Sie gilt es offenbar zu schützen. Die älteren Tiere formieren sich und schirmen die Jungtiere regelrecht ab. Dicht an dicht stehen sie am Ende der Aufnahme nebeneinander und harren aus.

Aufgenommen wurde das Video von einem Zoo-Besucher. Mitarbeiter Sagit Horowitz, stellte das Video schließlich ins Netz. Um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten habe der Zoo mit Beginn der Unruhen entschieden, die Tiere in den Außengehegen übernachten zu lassen, damit sie nicht durch splitterndes Glas verletzt werden, berichtet die britische Daily Mail.

Der Konflikt in Nahost weitet sich aus: am Freitag war auch erstmals ein Geschoss aus dem Libanon in Israel eingeschlagen. In der Nähe der Grenzstadt Metullah sei ein Geschoss gefunden worden, hieß es am Freitag. Die Zahl der Toten bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen stieg nach palästinensischen Angaben auf 98. Viele Menschen seien lebensgefährlich verletzt, teilte das Gesundheitsministerium mit. Mehr als 500 Menschen seien seit Beginn der Luftangriffe in der Nacht zum Dienstag verletzt worden.

Israel hatte den Militäreinsatz in der Nacht zum Dienstag begonnen, um den ständigen Raketenbeschuss israelischer Ortschaften zu unterbinden. Binnen drei Tagen beschoss die Luftwaffe nach israelischen Angaben 1100 Ziele im Gazastreifen, die Hälfte davon Raketenabschussrampen.

Insgesamt wurden 33.000 israelische Reservisten mobilisiert. Militante Palästinenser hätten 550 Raketen auf Israel abgefeuert, von denen rund 400 eingeschlagen seien, sagte Lerner. Die Raketenabwehr habe etwa 120 weitere Geschosse in der Luft abgefangen.

Auslöser der jüngsten Krise waren der gewaltsame Tod dreier jüdischer Jugendlicher und der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jungen. Die USA, Israel und die EU stufen die Hamas mit ihren Milizen als Terrororganisation ein. Israel sieht die zweitgrößte Palästinensergruppe aber auch als Ordnungsmacht im Gazastreifen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Elefanten rotten sich bei Raketen-Alarm zusammen

(apd)