Für unbefristete Verträge: Griechische Müllabfuhr streikt seit elf Tagen

Gewerkschaft will unbefristete Verträge: Griechische Müllabfuhr streikt seit elf Tagen

In griechischen Städten türmt sich wegen eines Streiks der Müllabfuhr der Unrat auf den Straßen. Der Ausstand soll noch mindestens zwei Tage weitergehen.

Das kündigte Gewerkschaftschef Nikos Trikas am Dienstag an. Ministerpräsident Alexis Tsipras sei den Arbeitnehmern nicht weit genug entgegen gekommen. Die Gewerkschaft wolle am Donnerstag über ihre Position beraten.

Grund für den bereits elf Tage dauernden Streik ist die Forderung der Gewerkschaft nach unbefristeten Verträgen für langjährige Mitarbeiter. Die Regierung will Verträge zwar verlängern, doch ein Gericht hat diese Pläne für verfassungswidrig erklärt. Dazu kommen die strengen Sparauflagen der internationalen Gläubiger Griechenlands, die die öffentlichen Ausgaben begrenzt sehen wollen.

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Unterdessen verfaulte der Abfall bei sommerlichen Temperaturen überall in der griechischen Hauptstadt Athen. Die Behörden warnten vor Gesundheitsgefahren, zumal für den weiteren Verlauf der Woche eine Hitzewelle angesagt ist.

Tourismusministerin Elena Kountoura warnte, die Müllberge wirkten abschreckend auf Besucher. Die Handelskammer verwies darauf, dass der Tourismus für die krisengeplagte Wirtschaft eine entscheidende Einnahmequelle sei. Tirkas sprach sich für mehr Noteinsätze der Müllabfuhr aus, um sicherzustellen, dass die Müllkrise nicht außer Kontrolle gerate.

(veke/ap)