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Frankreich ruft höchste Terror-Warnstufe aus: Krisensitzung der Regierung am Freitag

Nach Angriff in Nizza : Frankreich ruft höchste Terror-Warnstufe aus

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag von Nizza mit drei Toten hat Frankreich die höchste Terror-Warnstufe ausgerufen. Sie gilt landesweit. Das teilte Regierungschef Jean Castex mit. Auch an zwei anderen Orten hat es Angriffe auf französische Bürger gegeben.

Castex verurteilte die „ebenso feige wie barbarische Tat, die das ganze Land in Trauer versetzt“.

Am Freitag will die Regierung nach Angaben des Premiers in einer Krisensitzung über die Lage beraten. Ein mutmaßlicher Islamist hatte zuvor zwei Frauen und einen Mann in der Basilika Notre-Dame im Zentrum von Nizza mit einem Messer angegriffen und getötet. Der Täter schnitt nach Angaben der Polizei einer der Frauen die Kehle durch und versuchte, sie zu enthaupten.

Staatschef Macron wurde in Nizza erwartet. Laut Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi wurde der mutmaßliche Angreifer festgenommen. Er habe „Allahu akbar“ („Gott ist groß“) gerufen. Am Nachmittag sollten in Frankreich die Kirchenglocken läuten.

Die Polizei riet, den Bereich zu meiden. Innenminister Gérald Darmanin hatte mehrfach von einer hohen Terrorgefahr im Land gewarnt.

Auch in der Nähe der südfranzösischen Stadt Avignon hat es einen mutmaßlich islamistischen Angriff auf Passanten gegeben. Zudem ist ein Wachmann des französischen Konsulats im saudiarabischen Dschidda ist bei einem Messerangriff verletzt worden. Einzelheiten zu den Vorfällen lesen Sie hier.

In Frankreich hatte zuletzt ein mutmaßlicher Islamist einen Geschichtslehrer auf brutale Weise ermordet. Der Fall sorgte für große Bestürzung im Land. Nizza wurde bereits 2016 von einem Terroranschlag erschüttert, dabei starben 86 Menschen. Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle heimgesucht.

(ahar/AFP)