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Frankreich gedenkt getöteter Polizistin mit nationaler Trauerfeier

Nach mutmaßlich islamistischem Angriff : Frankreich gedenkt getöteter Polizistin mit nationaler Trauerfeier

Die nach einem Messerangriff getötete Polizistin aus dem Pariser Großraum wurde beigesetzt. Präsident Macron war anwesend, Regierungschef Jean Castex ernennt sie posthum zur Ritterin.

Mit einer nationalen Trauerfeier hat Frankreich am Freitag Abschied von einer Polizeibeamtin genommen, die vor einer Woche bei einem mutmaßlich islamistischen Messerangriff im Pariser Großraum getötet worden war. Regierungschef Jean Castex ernannte die getötete Stéphanie Monfermé bei der Zeremonie in Rambouillet südwestlich der Hauptstadt posthum zur Ritterin der französischen Ehrenlegion.

Castex betonte in seiner Trauerrede, die zweifache Mutter sei "Opfer einer Barbarei" geworden, die sich gegen die französische Polizei als "Bollwerk gegen Kriminalität und Terrorismus" richte. Der Staat werde sich dagegen mit aller Härte zur Wehr setzen. Am Mittwoch hatte die Regierung ein verschärftes Antiterror-Gesetz auf den Weg gebracht.

Ein Tunesier hatte Monfermé vergangenen Freitag mit einem Messer tödlich am Hals verletzt, er wurde daraufhin von einem Polizisten erschossen. Nach Angaben der französischen Antiterror-Staatsanwaltschaft ist Monfermé das "17. Opfer eines islamistischen Terrorangriffs gegen Sicherheitskräfte in Frankreich seit 2014". Sie gehörte zu den mehr als 12.000 Verwaltungsbeamten der Nationalpolizei und trug weder eine Waffe noch eine Uniform.

Die Zeremonie in Rambouillet fand unweit des Tatorts vor dem Denkmal für die Toten des Ersten Weltkriegs statt. Präsident Emmanuel Macron hatte am Donnerstagabend an der Beisetzung der 49-jährigen Mutter von zwei Töchtern teilgenommen.

(june/AFP)