Flugzeugabsturz in Äthiopien: Fünf Deutsche unter den Opfern

Auswärtiges Amt bestätigt : Fünf Deutsche unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien

Unter den 157 Todesopfern an Bord des abgestürzten Flugzeugs in Äthiopien waren auch fünf Deutsche. Das bestätigte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Montag. Eines der Opfer war ein 51-jähriger Pfarrer aus Kärnten.

Demnach waren auch drei Österreicher an Bord der Maschine, die auf dem Weg von Addis Abeba nach Nairobi in Kenia abstürzte. Insgesamt befanden sich nach Angaben der Airline 157 Menschen aus 35 Ländern an Bord der Boeing 737 MAX 8. Keiner von ihnen überlebte.

Laut Ethiopian Airlines stammten acht der Insassen aus Italien, jeweils sieben aus Frankreich und Großbritannien, vier aus der Slowakei, jeweils drei aus Russland und Schweden, jeweils zwei aus Spanien und Polen sowie jeweils einer aus Belgien, Irland, Norwegen und Serbien. Das deutsche Auswärtige Amt in Addis Abeba konnte die fünf deutschen Opfer nach den bisherigen Erkenntnissen bestätigen, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte.

An Bord war nach Angaben des Weltkirchenrates auch der deutsche Pfarrer Norman Tendis. Der 51-jährige Familienvater sei auf dem Weg zur UN-Umweltversammlung in Nairobi gewesen, erklärte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) am Montag in Genf. Nach Angaben der Evangelischen Kirche in Österreich war er Pfarrer in Kärnten. Tendis hinterlasse Frau und drei Kinder.

Aus Kanada kamen 18 Insassen, aus den US acht. Weitere Weitere Menschen stammten aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten. Ethiopian Airlines unterhält eines der größten Streckennetze in Afrika und bringt viele Passagiere aus anderen Kontinenten über das Drehkreuz Addis Abeba in zahlreiche afrikanische Länder.

Die Botschaft Addis Abeba stehe "mit Ethiopian Airlines und den äthiopischen Behörden in engem Kontakt, um Informationen zu möglichen deutschen Staatsangehörigen unter den Opfern zu erhalten", erklärte es auf Anfrage.

An Bord waren auch mindestens zwölf Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Sie seien auf dem Weg zu einer Konferenz des UN-Umweltprogramms in Nairobi gewesen, sagte ein UN-Vertreter am Sonntag in New York. Zu den Opfern gehörten etwa Mitarbeiter des Welternährungsprogramms WFP und des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, erklärten die beiden Organisationen.

(cpas/felt/AFP/dpa/EPD)
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