Florida: Fünf Tote bei Schießerei auf Flughafen in Fort Lauderdale

Florida: Tödliche Schüsse auf Flughafen in Fort Lauderdale

Auf dem Flughafen der Stadt Fort Lauderdale in Florida sind am Freitag Schüsse gefallen. Der Sheriff der Stadt spricht von mehreren Toten.

Der zuständige Sheriff sagte, der Schütze sei unverletzt. Die zuständigen Polizeibeamten hätten keine Schüsse abgeben müssen, um ihn zu ergreifen. Ob der Angriff, bei dem fünf Menschen getötet wurden, einen terroristischen Hintergrund gehabt habe, könne er noch nicht sagen. Berichte über weitere Schüsse hätten sich als unbegründet erwiesen.

Ein anderer Behördenvertreter des Broward County, Chip LaMarca, sagte der Nachrichtenagentur AP telefonisch, der Täter habe seine Waffe aus einer Tasche gezogen, die er beim Einchecken zu einem kanadischen Flug aufgegeben habe, mit dem er nach Fort Lauderdale gekommen sei. Anschließend habe er sie in einer Toilette geladen und begonnen, damit zu schießen. "Wir wissen nicht, warum", fügte er hinzu.

Bei dem Schützen handelt es sich nach Informationen von Senator Bill Nelson um einen 25 Jahre alten Mann. Er soll nach zunächst unbestätigten Informationen Nelsons einen Ausweis der Streitkräfte bei sich gehabt haben.

Nach Behördenangaben wurden acht weitere Menschen verletzt. Der Schütze wurde festgenommen. Der künftige US-Präsident Donald Trump erklärte via Twitter, er beobachte die Situation.

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NBC berichtete unter Berufung auf Strafverfolgungsbehörden von mindestens vier Toten und neun Verletzten. Ein Augenzeuge sagte dem Sender: "Er hat wahllos um sich geschossen."

Der Flughafen wurde zunächst gesperrt. Später wurde die südliche der beiden Landebahnen wieder für den Flugverkehr freigegeben. Der Flughafen wird jährlich von rund 25 Millionen Passagieren genutzt. Er ist damit hinsichtlich der Passagierzahlen größer als der drittgrößte deutsche Flughafen Düsseldorf.

Über die Hintergründe war zunächst nichts bekannt. Der Flughafen selbst berichtete via Twitter, es gebe "einen Vorfall im Gepäckbereich des Terminal 2". Die Situation dauere noch an.

Der frühere US-Regierungssprecher Ari Fleischer twitterte, dass er am Flughafen gewesen sei, als Schüsse abgegeben worden seien. Alle seien daraufhin weggerannt. "Alles ist jetzt wieder ruhig, aber die Polizei lässt niemanden aus dem Flughafen raus, zumindest nicht dort, wo ich gerade bin", schrieb Fleischer weiter.

(felt/dpa/ap)
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