Festnahme auf Philippinen: US-Amerikanerin will fremdes Baby in großer Tasche außer Landes schaffen

Festnahme am Flughafen : US-Amerikanerin will fremdes Baby in großer Tasche von den Philippinen schmuggeln

Eine US-Amerikanerin ist auf dem Flughafen von Manila von Sicherheitskräften aufgegriffen worden. Sie wollte offenbar ein fremdes Baby außer Landes bringen. Die Frau wurde festgenommen.

Die 43 Jahre alte Frau wurde nach Angaben der Immigrationsbehörde erst am Abflug-Gate gestoppt, wo sie auf eine Maschine in die USA wartete. Das erst wenige Tage alte Kind - ein Junge, offensichtlich von den Philippinen - hatte sie in einer großen Tasche versteckt, die sie als Handgepäck mitnehmen wollte.

Ein Sprecher der Behörde, Melvin Mabulac, sagte: „Die Frau hat das Kind bei der Kontrolle weder vorgezeigt noch angemeldet.“ Sie habe auch keinerlei Papiere für das Baby dabei gehabt. Die US-Amerikanerin wurde zum Verhör gebracht. Der kleine Junge ist nun vorläufig in der Obhut eines staatlichen Rettungsdienstes. Nach philippinischem Recht müssen Kinder eine offizielle Erlaubnis dabei haben, wenn sie ohne Begleitung ihrer Eltern das Land verlassen wollen.

Vermutet wird, dass die Frau das Baby aus dem US-Bundesstaat Ohio mit zu sich nach Hause wollte. Aus Südostasien werden Kinder häufiger zur Adoption in die USA oder nach Europa vermittelt, was teils auch illegal geschieht. Auf den Philippinen ist ebenfalls Menschenhandel ein Problem. Meist sind die Opfer jedoch Mädchen und junge Frauen, die als billige Arbeitskräfte für Privathaushalte oder als Prostituierte ins Ausland gebracht werden.

(mja/dpa)
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