Facebook: Künstliche Intelligenz hat Christchurch-Video nicht erkannt

Facebook räumt ein : Künstliche Intelligenz hat Christchurch-Video nicht erkannt

Facebooks Systeme Künstlicher Intelligenz haben das Video, das der Christchurch-Attentäter im Internet verbreitete, nicht erkannt. Das gab der Konzern jetzt in einem Blogeintrag zu.

Facebooks Systeme Künstlicher Intelligenz (KI) haben bei der Entdeckung des online verbreiteten Videos des Christchurch-Attentäters versagt. Das räumte Facebook-Manager Guy Rosen in einem Blogeintrag ein. Die automatischen Systeme seien nicht auf dieses Video angesprungen. Ein Grund dafür sei, dass Künstliche Intelligenz über ähnliche Inhalte trainiert und ausgebaut werde, und in diesem Fall habe es nicht genug Material gegeben, weil solche Angriffe wie in der vergangenen Woche selten seien.

Eine weitere Herausforderung für KI sei, den Unterschied zwischen Videos wie diesem und „optisch ähnlichem, aber harmlosem Inhalt“ zu erkennen - etwa live-gestreamte Videospiele.

Bei dem Anschlag in Christchurch war ein mutmaßlich rechtsextremistischer Terrorist in zwei Moscheen in Christchurch gestürmt und tötete 50 Menschen. Als Konsequenz hat Neuseeland seine Waffengesetze verschärft. Mit sofortiger Wirkung will das Land Sturmgewehre, leistungsstarke Magazine und halbautomatische Waffen verbieten.

(zim/dpa)
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