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AKW Kashiwazaki in Japan: Experten untersuchen beschädigte Atomanlage

AKW Kashiwazaki in Japan : Experten untersuchen beschädigte Atomanlage

Tokio (RPO). Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) haben am Montag ihre Untersuchung in der Atomanlage Kashiwazaki in Japan begonnen, die bei einem starken Erdbeben Mitte Juli beschädigt worden war. Dabei war auch radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten.

Die sechs IAEA-Vertreter sollten vier Tage lang in der gigantischen Einrichtung verbringen, zu der insgesamt sieben Atomreaktoren gehören. "Unser Ziel ist es, Lehren aus dem Beben zu ziehen und sie mit der Welt zu teilen", sagte der Chef der Inspektoren, Philippe Jamet. Die Reaktoren sind seit dem Beben abegeschaltet.

Am ersten Tag gehe es erst darum, sich ein Bild über die Anlage zu machen und zu verstehen, was am Tag des Bebens passiert sei, fügte Jamet hinzu. Japan, das wegen Rohstoffmangels für ein Drittel seiner Energieversorgung auf Atomkraft angewiesen ist, hatte die Inspektoren nach dem Beben eingeladen, um Kritik und Sorge in der Bevölkerung über die Sicherheit der Atomkraft abzuwenden.

Die Mission der IAEA-Inspektoren begann am 62. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Am frühen Morgen hatten 45.000 Menschen im Beisein von Regierungschef Shinzo Abe der Tragödie gedacht, bei der 140.000 Menschen getötet worden waren.

(afp)