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Erdbeben Indonesien: Mindestens 35 Tote auf der Insel Sulawesi

Krankenhaus eingestürzt : Opferzahl nach Erdbeben in Indonesien steigt auf mindestens 35

Erst 2018 hatten ein Erdbeben und ein Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi Tausende Menschen getötet. Am Freitag führten Erdstöße erneut zu vielen Todesfällen - mindestens 2000 Menschen verloren ihr Zuhause.

Auf der indonesischen Insel Sulawesi sind bei einem schweren Erdbeben der Stärke 6,2 Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Bis Freitagabend Ortszeit stieg die Zahl der Toten auf 37, wie örtliche Medien berichteten. Das Krankenhaus der 100.000-Einwohner-Stadt Mamuju sei durch das Beben dem Erdboden gleichgemacht worden, schreibt das indonesische Nachrichtenportal Jakarta Post.

Nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) wurden mehr als 630 Menschen zum Teil schwer verletzt, mehr als 15.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Viele seien noch immer unter den Trümmern begraben.

Hilfsorganisationen wie Caritas international und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kündigten Nothilfeaktion an. "Wir stehen bereit, den betroffenen Menschen zu helfen, die nach dieser Katastrophe alles verloren haben," sagte der Leiter für Internationale Zusammenarbeit beim DRK, Christof Johnen. Eine besondere Herausforderung sei die zerstörte Gesundheitsinfrastruktur.

Caritas international stellte für die Betroffenen 50.000 Euro Soforthilfe bereit. Lokale Einsatzteams leisteten bereits medizinische Nothilfe, so die Hilfsorganisation am Freitag in Freiburg. In Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden vor Ort könnten Nahrungsmittel und Hygiene-Artikel bereitgestellt werden. Es sei von Dutzenden Toten und mehreren Hundert Verletzten auszugehen, so Caritas international.

Dwikorita Karnawati, Chefin des indonesischen Amtes für Meteorologie und Geophysik, warnte unterdessen laut Medienberichten vor schweren Nachbeben sowie der Gefahr eines Tsunamis für die Hafenstadt Mamuju.

Die Zeitung "Jakarta Post" berichtete, unter den Bewohnern der Insel Sulawesi sei in Erinnerung an das Erdbeben und den Tsunami vor zweieinhalb Jahren Panik ausgebrochen. Im September 2018 waren durch die Doppelkatstrophe 70.000 Menschen obdachlos geworden

(peng/chal/AFP)