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Erdbeben in Neuseeland: Regierungschefin lässt sich in TV-Interview nicht irritieren

Erdstoß einer Stärke von 5,8 : Neuseelands Regierungschefin bleibt auch bei Erdbeben cool

Jacinda Ardern kann nichts so leicht erschüttern - selbst ein Erdbeben nicht. Neuseelands Regierungschefin gab gerade live ein Interview, als das Land von einem Erdbeben erschüttert wurde.

Die Premierministerin war zur Zeit des Erbebens im Parlamentsgebäude, dem sogenannten "Bienenstock". "Wir haben hier gerade ein ziemliches Erdbeben", erzählte sie dem Moderator der Sendung. "Ein ganz anständiges Beben, wie Du siehst, wie die Dinge hinter mir zittern. Der Bienenstock wackelt ein wenig mehr als die meisten Gebäude", sagte sie ruhig zum Moderator der Sendung. Ardern versicherte, dass sie in Sicherheit sei und das Interview fortsetzen könne.

Das Beben hatte eine Stärke von 5,8. Das Epizentrum lag laut Geonet-Angaben nahe der Hauptstadt Wellington, 30 km nordwestlich von Levin und in einer Tiefe von 37 km. „Ich befinde mich unter keinen hängenden Lampen“, fuhr die Regierungschefin fort und beruhigte die Zuschauer, dass sie sich in einem baulich soliden Gebäude befinde. Daraufhin setzte sie das Live-Interview im Rahmen ihres regulären Medienauftritts zum Wochenbeginn einfach fort.

Zehntausende Menschen im ganzen Land hatten das Beben gespürt. Nach Angaben der nationalen Notfallbehörde bestand jedoch keine Gefahr eines Tsunami in Folge des Erdbebens. Auch lagen keine Berichte über Verletzte oder Schäden vor. Es gab Dutzende Nachbeben.

(juju/dpa/rts)