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Erdbeben in Griechenland - schweres Seebeben vor Insel Zakynthos

Foto zeigt Risse am Hafen : Starkes Erdbeben erschüttert Griechenland

In Griechenland waren in den frühen Morgenstunden die Folgen eines schweren Seebebens vor der Insel Zakynthos zu spüren. Meldungen über Verletze oder Opfer gab es bisher nicht.

Ein starkes Seebeben hat am frühen Freitagmorgen den Westen Griechenlands erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach ersten Informationen verschiedener Erdbebenwarten in der Region um die Insel Zakynthos. Erste Messungen zeigten ein Beben der Stärke 6,6 bis 6,9. Zu spüren war das Beben im gesamten Land. Viele Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen.

Das Beben ereignete sich rund 36 Kilometer südwestlich der Ortschaft Lithakia im Süden der Insel im Ionischen Meer, teilte die US-Erdbebenwerte USGS mit. Das Zentrum des Bebens lag demnach in einer Tiefe von rund zehn Kilometern unter dem Meeresboden. Es gab mehrere Nachbeben, darunter eines mit einer Stärke von 5,2 auf der Erdbeben-Skala, etwa eine halbe Stunde nach dem ersten Beben.

 Das Beben ereignete sich südwestlich der Ortschaft Lithakia im Südwesten der Insel Zahkynthos.
Das Beben ereignete sich südwestlich der Ortschaft Lithakia im Südwesten der Insel Zahkynthos. Foto: Globus

Örtliche Medien berichteten, das Beben habe Teile des Hafens von Zakynthos beschädigt. Es wurden Fotos eines langen Risses entlang der Hafenpromenade gezeigt. Zudem soll ein Kloster auf der Kleininsel Strofadi Schaden genommen haben, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Schäden gab es auch in der Stadt Pyrgos im Westen der Halbinsel Peloponnes. Berichte über Verletzte gab es indes zunächst nicht.

„Es war ein starkes Beben im Ionischen Meer“, sagte der Geologe Efthymios Lekkas im griechischen Rundfunk. Nach Angaben des stellvertretenden Gouverneurs der Ionischen Inseln, Lefteris Notopoulos, lagen nach einer ersten Inspektion der Polizei und der Feuerwehr auf Zakynthos keine Informationen über Verletzte vor.

Augenzeugen berichteten, der Strom sei in weiten Teilen der Insel Zakynthos ausgefallen. „Wir sind mit unseren Kindern jetzt in den Autos. Die Menschen haben Angst. Ich sehe Schäden an den Wänden der Häuser hier“, sagte ein Mann aus Zakynthos dem griechischen Nachrichtensender „90,1“.Auf Zakynthos, einer beliebten Urlaubsinsel, leben etwa 40.000 Menschen.

Die bei Urlaubern beliebte Insel Zakynthos liegt vor der Westküste Griechenlands im Ionischen Meer. Unterhalb der Region begegnen sich zwei tektonische Platten, an deren Grenzen Bebengefahr besonders hoch ist. Erdbeben sind deshalb in Griechenland häufig. Im Jahr 1953 erschütterte ein Beben der Stärke 7,2 die Region und kostete fast 500 Menschen das Leben. Fast alle Ortschaften der Inseln Kefalonia und Zakynthos wurden damals dem Erdboden gleichgemacht.

(juju/dpa/rtr/AFP)