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Erdbeben in der Türkei: Zwei Kindern aus Trümmern gerettet

Erdbeben in der Ägäis : Zwei Kinder aus Trümmern nach Erdbeben in Türkei gerettet

Nach dem dramatischen Erdbeben in der Ägäis haben Rettungskräfte zwei Mädchen in Izmir lebend aus den Trümmern gerettet. Bisher konnten 106 Menschen gerettet werden. Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen auf 86.

Rettungsmannschaften haben drei Tage nach dem starken Erdbeben im Ägäischen Meer zwei Mädchen lebend aus Trümmern in der türkischen Hafenstadt Izmir gerettet. Arbeiter klatschten am Montag, als eine 14-Jährige herausgezogen wurde, nachdem sie rund 58 Stunden unter den Trümmern gefangen gewesen war. Die achtjährige Schwester des Mädchen habe nicht überlebt, berichtete der Fernsehsender NTV. Sieben Stunden später wurde eine Dreijährige aus einem anderen eingestürzten Gebäude gerettet.

„Wir haben unsere drei Jahre alte Elif in Izmir nach 65 Stunden lebendig aus den Trümmern gerettet. Wir sind hier, bis wir den Letzten erreicht haben“, schrieb die Katastrophenschutzbehörde Afad am Montagmorgen auf Twitter. Auf Fernsehbildern war die Rettung des Mädchens zu sehen. Helfer trugen das Kind in ein Krankenzelt.

Die Großmutter der Dreijährigen sagte Journalisten: „Ich bin sehr froh. Möge Gott es ihnen (den Rettern) vergelten. Ich bin wieder mit Elif vereint, bald ist sie auch mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern vereint. Meine Gebete wurden erhört.“ Die Mutter des Mädchens und seine drei Geschwister waren bereits am Samstag nach 23 Stunden aus den Trümmern eines achtstöckigen Gebäudes geborgen worden. Nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca starb ein Kind, ein siebenjähriger Junge, weitere Bewohner würden behandelt.

Die Zahl der Todesopfer des Bebens vom Freitag stieg am Montag auf 83. Unter Trümmern von eingestürzten Gebäuden in Izmir wurden weitere Leichen gefunden. Das Erdbeben hatte sein Zentrum im Ägäischen Meer, nordöstlich der griechischen Insel Samos. Dabei wurden mehr als 1000 Menschen verletzt. Über die Stärke des Erdbebens gab es Unklarheit. Die US-Erdbebenwarte gab sie mit 7,0 an, das Kandilli-Institut in Istanbul mit 6,9 und die Notfallmanagementbehörde der Türkei mit 6,6.

Bei einem kleinen, durch das Erdbeben ausgelösten Tsunami wurde eine ältere Frau getötet.

(sed/dpa/AP)