Erdbeben im Westiran: Tote und viele Verletzte

Mehrere Stöße bis 6,0 : Tote und viele Verletzte bei Erdbeben im Westiran

Bei drei Erdbeben im Westen des Iran sind mehr als 200 Menschen verletzt worden, mindestens zwei Menschen sind ums Leben gekommen. Eines der Beben hatte laut US-Angaben ein Stärke von 6,0.

Am Sonntagmorgen wurde die Zahl der Verletzten mit 241 angegeben, meldete das Staatsfernsehen unter Berufung auf den Regierungsvertreter Resa Mahmudian am Sonntag. Unter den beiden Toten sei ein 70-Jähriger, der während der Beben an einer Herzattacke starb, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Irna.

Betroffen war vor allem die Kleinstadt Tasehabad an der iranischen Grenze zum Irak. Rettungsteams wurden bereits in die Gegend entsandt. Es seien mehr als 30 Nachbeben in der Gegend registriert worden.

Eines der Beben in etwa zehn Kilometern Tiefe hatte laut der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 6,0, die zwei anderen jeweils 4,4 und 4,2. Die Beben ereigneten sich am Sonntag nahe der Stadt Dschawanrud in Kermanschah.

Die Zeitung „Iran Daily“ berichtete unter Berufung auf irakische Staatsmedien, dass das Beben sogar in der irakischen Hauptstadt Bagdad zu spüren gewesen sei. Von dort seien keine Verletzten gemeldet worden.

Im November 2017 hatte es in der Region ein Erdbeben der Stärke 7,3 gegeben, das allein im Iran mehr als 530 Menschen das Leben kostete und Tausende weitere verletzte. Im benachbarten Irak kamen neun Menschen um, 550 weitere wurden verletzt.

(hebu/dpa/AP)
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