Bislang 18 Todesopfer: Entwarnung nach Zyklon "Mahasen" in Südasien

Bislang 18 Todesopfer : Entwarnung nach Zyklon "Mahasen" in Südasien

Die Unwetterkatastrophe in Südasien ist ausgeblieben. Zyklon "Mahasen" entpuppt sich als schwächer als befürchtet, Birma bleibt weitgehend verschont. Dennoch kommen Berichten zufolge mindestens 18 Menschen ums Leben.

Mit heftigen Regengüssen hat der Zyklon "Mahasen" am Donnerstag die Südküste von Bangladesch erreicht.
Rund eine Million Menschen waren nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums zuvor in Sicherheit gebracht worden. Das befürchtete Chaos blieb jedoch aus. Über dem Festland sank die Windgeschwindigkeit auf etwa 25 Stundenkilometer, und der Sturm driftete westlich seiner vorhergesagten Route ab, wie Bangladeschs meteorologischer Dienst mitteilte.

"Gott sei Dank sind wir dieses Mal verschont geblieben", sagte Ruhul Amin, ein örtlicher Behördenmitarbeiter. Die Sicherheitskräfte des Landes hatten sich auf das Schlimmste vorbereitet; das Militär hatte Schiffe und Helikopter in Bereitschaft gehalten. Kurz vor seinem Auftreffen auf die Küste hatte der Sturm noch eine Geschwindigkeit von 90 bis 100 Stundenkilometern.

Gefährdet waren die Küstengebiete in Indien, Sri Lanka, Bangladesch und Birma. Das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten hatte im Vorfeld gewarnt, der Sturm könne dort für 8,2 Millionen Menschen zu einer "lebensbedrohlichen" Gefahr werden. Vor allem im Westen Birmas war ein schlimmes Unwetter erwartet worden, das letztlich ausblieb. "Wir sind sehr erleichtert", sagte ein Sprecher der Provinz Rakhine.

Dennoch werden mindestens 18 Todesfälle seit Anfang der Woche mit "Mahasen" in Verbindung gebracht. Das Fernsehen in Bangladesch berichtete von zwei Toten, acht Todesopfer soll es in Sri Lanka gegeben haben und ebenfalls acht Menschen kamen bei der Flucht vor dem Wirbelsturm am Montag in Birma ums Leben.

Als 2008 der Zyklon "Nargis" im Süden Birmas wütete, wurden ganze Dörfer überschwemmt. Mehr als 130.000 Menschen kamen damals ums Leben. Ein anderer Zyklon machte 1991 knapp 140.000 Menschen obdachlos. Beide Wirbelstürme waren aber nach Angaben von Meteorologen deutlich stärker als "Mahasen".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Zyklon Mahasen rast auf die Küste zu

(ap/felt/jco)