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Summe von 400 Millionen Dollar: Entschädigungszahlungen für Aids-Opfer in Libyen

Summe von 400 Millionen Dollar : Entschädigungszahlungen für Aids-Opfer in Libyen

Paris (RPO). Nach der Bestätigung der Todesurteile gegen die bulgarischen Krankenschwestern, die libysche Kinder mit Aids infiziert hatten, wollen Bulgarien und drei weitere Länder offenbar 400 Millionen Dollar (290 Millionen Euro) an die Familien der libyschen Kinder zahlen.

Jede Familie solle eine Million Dollar erhalten, berichtete "Le Figaro" am Samstag ohne Angabe von Quellen. Der Oberste Justizrat in Libyen will die Todesurteile gegen die Kranenschwestern und den Arzt am Montag prüfen.

Neben Bulgarien hätten sich auf die Slowakei, Kroatien und Tschechien zu den Zahlungen bereit erklärt, zitierte "Le Figaro" Seif al Islam Gaddafi, den Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al Gaddafi. Der bulgarische Außenminister Ivailo Kalfin hatte sich am Freitag optimistisch gezeigt, dass eine Einigung in dem Fall nahe sei und die Verurteilten begnadigt werden könnten. Kalfin hatte jedoch betont, die Regierung werde keinen Schadensersatz an die betroffenen Familien zahlen, da dies einem Schuldeingeständnis gleichkäme.

Den Bulgarinnen und dem palästinensischen Arzt wird vorgeworfen, mehr als 400 Kinder wissentlich mit dem HI-Virus infiziert zu haben. Sie haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Der Oberste Gerichtshof Libyens hatte die Todesurteile am Mittwoch bestätigt.

(ap)