Erst vergewaltigt, dann gehängt: Empörung über neue Gruppenvergewaltigung in Indien

Erst vergewaltigt, dann gehängt : Empörung über neue Gruppenvergewaltigung in Indien

Sie wurden erst vergwaltigt, dann gehängt: Zwei Mädchen sind im Norden Indiens Opfer von einer Gruppenvergewaltigung geworden. Anschließend sind sie von ihren Peinigern an einem Baum aufgehängt worden. Vier Personen wurden nach der Tat festgenommen, nach drei weiteren wurde noch gefahndet, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Zwei der Verdächtigen sind demnach selbst Polizisten.

Dorfbewohner fanden die am Baum hängenden Mädchen demnach am Mittwochmorgen in Katra im Staat Uttar Pradesh. Die beiden Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren waren am Abend zuvor auf ein Feld gegangen, weil es in ihrem Haus keine Toilette gab, und nicht mehr zurückgekehrt.

Hunderte verärgerte Dorfbewohner protestierten nach dem grausigen Fund gegen die Polizei und hinderten die Beamten daran, die Leichen herunterzuholen. Auf indischen Fernsehbildern waren die Dorfbewohner zu sehen, die unter den herabhängenden Mädchen am Boden saßen. Die Angehörigen warfen dem örtlichen Polizeichef vor, nicht reagiert zu haben, als der Vater die Mädchen noch am späten Dienstagabend als vermisst melden wollte. Der Polizeichef wurde mittlerweile vom Dienst suspendiert.

Eine Obduktion bestätigte, dass die beiden Mädchen vergewaltigt und erdrosselt wurden, bevor sie am Baum aufgehängt wurden, wie die Polizei mitteilte. Ihre Familie gehört der Dalit-Gemeinde, die im indischen Kastensystem als "Unberührbare" gelten.

Nach der weltweiten Empörung über die Massenvergewaltigung einer 23-Jährigen in Neu Delhi hatte die Justiz des Landes die Strafe für solche Verbrechen verschärft. Mittlerweile steht darauf die Todesstrafe, auch wenn das Opfer überlebt.

(ap)