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Einer der Lavasträme kommt nach dem Vulkanausbruch auf La Palma zum Erliegen

Vulkanausbruch auf La Palma : Lavastrom kommt zum Erliegen

Tausende Menschen mussten evakuiert werden, viele haben ihr Hab und Gut verloren. Nun scheint es, als ob einer der beiden Lavaströme zum Erliegen gekommen sei. Der zweite bahnt sich weiter seinen Weg über die Insel.

Wegen des heftigen Vulkanausbruchs auf La Palma haben der spanische König Felipe VI. und seine Frau Letizia am Donnerstag die Kanareninsel besucht. In Breña Baja sprach das Paar mit Rettungskräften und Menschen, die wegen der Eruption ihre Häuser verlassen mussten. Regierungschef Pedro Sánchez, der das Königspaar begleitete, sagte den Betroffenen Unterstützung zu: "Es wird nicht an Hilfe mangeln."

Der Cumbre Vieja war am Sonntag zum ersten Mal seit 50 Jahren ausgebrochen. Seine Lava zerstörte bereits 350 Häuser und 166 Hektar Land. Rund 6100 Menschen, darunter 400 Touristen, mussten in Sicherheit gebracht werden. Laut dem kanarischen Vulkanforschungsinstitut Involcan kann die Eruption noch zwischen drei und zwölf Wochen andauern.

Einer der beiden Lavaströme kam am Donnerstag zum Stillstand. Der zweite, rund 500 Meter breite Strom setze seinen Weg zum Meer fort, "aber sehr viel langsamer als vorher", sagte Maria José Blanco, Leiterin des Nationalen Geografischen Instituts. Die Behörden befürchten, dass giftige Gase freigesetzt werden könnten, wenn sich die Lava ins Meer ergießt.

Die Kanaren, zu denen auch die beliebten Ferieninseln Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote gehören, sind vulkanischen Ursprungs. Der letzte Ausbruch des Cumbre Vieja hatte sich 1971 ereignet. Überhaupt war er im 20. Jahrhundert nur zweimal ausgebrochen: 1971 und zuvor 1949. Ansonsten galt er als schlafender Vulkan. Zuletzt gab es in der Region 2011 einen Vulkanausbruch am Meeresboden vor der Insel El Hierro.

(lils/AFP)