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Fall Trayvon Martin: Eine Million Dollar Kaution für Schütze

Fall Trayvon Martin : Eine Million Dollar Kaution für Schütze

Ein Richter in Florida hat im Fall des erschossenen schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin eine Kaution für den Angeklagten in Höhe von einer Million Dollar (rund 800.000 Euro) festgesetzt.

George Z. hatte den 17-jährigen Martin in einer geschlossenen Wohnanlage in der Stadt Sanford am 26. Februar erschossen. Der Schütze erklärte, in Notwehr gehandelt zu haben. Der Fall löste landesweite Proteste aus.

Z. war bereits im April gegen Zahlung von 150.000 Dollar auf freien Fuß gekommen. Im Juni hob Richter Kenneth Lester diese Freilassung gegen Kaution auf und ordnete an, dass Z. sich innerhalb von 48 Stunden stellen müsse.

Zur Begründung hieß es, Z. und seine Frau hätten bei der ursprünglichen Festlegung der Kaution falsche Angaben über ihre finanziellen Mittel gemacht. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte Z. über eine Website bis zu diesem Zeitpunkt 135.000 Dollar für seine Verteidigung gesammelt. Dieses Geld erwähnten er und seine Frau bei der ersten Kautionsanhörung nicht.

Richter Lester sagte am Donnerstag, das Vorgehen Z.s lasse die Möglichkeit offen, dass er seine Flucht vorbereitet habe. Auf jeden Fall habe der Angeklagte das System missbraucht. Er gewähre ihm dennoch Kaution, da er keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle und die Gesetze in Florida dies dann vorsähen.

Zugleich ordnete der Richter eine elektronische Überwachung Z.s sowie Hausarrest zwischen 18.00 und 06.00 Uhr an. Darüber hinaus darf er kein Konto eröffnen oder einen Reisepass beantragen. Z.s Anwalt Mark O'Mara sagte, weder sein Mandant noch dessen Familie könnten die geforderte Summe aufbringen.

(APD)