Kendall Jones posiert mit toten Tieren: Eine junge Jägerin zieht den Hass auf sich

Kendall Jones posiert mit toten Tieren : Eine junge Jägerin zieht den Hass auf sich

Die 19-jährige Kendall Jones ist eine leidenschaftliche Jägerin. Auf Facebook posiert die Blondine mit blitzeblankem Lächeln vor Tieren, die sie in Afrika erlegt hat. Tierschützer treibt das zur Weißglut.

Aufgewachsen in Texas ist die junge Amerikanerin von Kindesbein an mit Waffen und der Jagd groß geworden. Schon im zarten Alter von neun war sie das erste Mal mit zur großen Safari in Zimbabwe, wie sie in ihrem Facebook-Profil erzählt. Leider sei sie damals noch zu schwach gewesen, ein Gewehr zu halten.

Das hat sich inzwischen offenkundig geändert. Kendall hat es in der Szene zu einer gewissen Prominenz gebracht. Manches von ihren Jagdreisen veröffentlicht sie auf DVD. Angeblich bereitet sie sich für 2015 sogar auf eine eigene TV-Show vor, in sie ihre Jagderlebnisse verarbeitet.

Jetzt schon aber beliefert sie die sozialen Netzwerke mit Kendall-Motiven. Mit großer Unbekümmertheit veröffentlicht sie in ihrem Facebook-Account seit mehreren Tagen Bilder ihrer größten Jagd-Erfolge.

Mal posiert sie neben einem erlegten Geparden, mal neben einem Zebra, einem Löwen, in einem Fall sogar einem Elefanten. Nicht nur mit einem Gewehr geht sie auf die Pirsch, sondern auch einem hochmodernem Bogen.

Dabei verfolgt sie große Ziele. Wie sie in ihrem Facebook-Profil schreibt, habe sie schon mit 14 die "Big Five" erlegt, nämlich den afrikanischen Elefanten, das Nashorn, den afrikanischen Büffel, einen Löwen und den Leopard. Jetzt verfolgt sie ihr nächstes Ziel: die "Dangerous Seven". Ein Nilpferd hat sie bereits auf der Abschussliste, jetzt fehlt ihr nur noch ein Krokodil.

Unter ihre Trophäen-Bilder schreibt sie Kommentare wie: "Die Jagd in der Kalahari war ein so großartiges Erlebnis. Mein 'Bear Rumor'-Bogen hat wunderbar funktioniert und dieser Löwe war die Beute meines Lebens."

Die Resonanz ist beachtlich: Fast 30.000 Follower haben ihre Seite abonniert und die Zahl wächst stündlich. Doch sind ihr bei weitem nicht alle wohlgesonnen. Mit zunehmender Schärfe schlägt Kendall Kritik, wenn nicht gar der blanke Hass von Tierschützern entgegen.

Sie empfinden ihre Bilder als herzlose Prahlerei und werfen ihr vor, nur aus Spaß geschützte Tiere zu erlegen. Unter ihren Bildern tobt die Wut, mehrere tausend Kommentare haben sich dort bereits angesammelt.

Tausende Kommentare voller Wut

Darin wünschen der Texanerin viele die Pest an den Hals. "Ich sehe einen toten Löwen und ein lebendiges Tier", schreibt ein Nutzer. Andere drohen ihr Gewalt an: "Ein hübsches Gesicht, in das ich gerne hineinschlagen würde", heißt es da.

"Trophäen-Jagd von majestätischen und seltenen Tieren ist einfach nur krank", heißt es an anderer Stelle. Nur vereinzelt melden sich echte Fans zu Wort, die die Jägerin in Schutz nehmen und anführen, sie tue damit etwas gegen Überpopulation.

Nach einem Bericht der britischen Sun machen sich inzwischen tausende Nutzer dafür stark, Jones‘ Profil bei Facebook sperren zu lassen. Auch eine Petition ist bereits angeleiert, die dazu aufruft, ihr die Einreise nach Südafrika zu verwehren.

Kendall Jones lässt sich davon nicht beeindrucken. Am Dienstag bedankte sie sich bei all ihren Unterstützern und kündigte an, ihre Jagden fortsetzen zu wollen.

Hier ein Blick auf die Bilder, mit denen Kendall Jones im Netz für so viel Ärger sorgt.

Hier geht es zur Infostrecke: Jägerin Kendall Jones posiert mit toten Tieren

(pst)