Kambodschanerin wog nur noch 26 Kilogramm: Ehepaar ließ Hausmädchen verhungern

Kambodschanerin wog nur noch 26 Kilogramm : Ehepaar ließ Hausmädchen verhungern

Weil sie ihr Hausmädchen verhungern ließen, sind ein Malaysier und seine Ehefrau zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sah das zuständige Gericht im nördlichen Bundesstaat Penang am Donnerstag den Tatbestand des Totschlags erfüllt.

Die 23-jährige Kambodschanerin hatte bei ihrem Tod nur noch 26 Kilogramm gewogen, ihre Leiche wies zahlreiche Blutergüsse auf. Nach Polizeiangaben hatte das Hausmädchen acht Monate lang für das Ehepaar gearbeitet und starb wahrscheinlich durch dauerhafte Unterernährung an einer Magenschleimhautentzündung sowie zahlreichen Magengeschwüren.

Die Arbeitsbedingungen der meist weiblichen Hausangestellten in Malaysia sorgen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. Da Einheimische die oft harte Schufterei scheuen, kommen viele der Hilfskräfte, deren Zahl in die Hunderttausende geht, aus armen Nachbarländern wie Indonesien und Kambodscha.

Als Reaktion auf zahlreiche Missbrauchsfälle hatte Kambodscha der Entsendung von Hausangestellten nach Malaysia Ende 2011 einen Riegel vorgeschoben, in Indonesien galt ein jahrelanger Stopp. Zwar hat die malaysische Regierung angekündigt, die Arbeitsbedingungen für Haushaltshilfen zu verbessern und ihnen unter anderem das Recht auf einen freien Tag pro Woche einzuräumen. Doch Aktivisten zufolge sind immer noch viele der meist jungen Frauen chronisch überarbeitet, werden ausgebeutet und sexuell missbraucht.

(AFP/felt/jco)