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Tödliches Virus: Ebola-Alarm: Sierra Leone verhängt Notstand

Tödliches Virus : Ebola-Alarm: Sierra Leone verhängt Notstand

Im Kampf gegen das Ebola-Virus hat Sierra Leone im Bezirk Kailahun den Notstand verhängt. Nach Regierungsangaben wurden dort 46 Infektionen sowie 122 Verdachtsfälle registriert.

Alle Schulen, Kinos und Nachtclubs wurden geschlossen, um die Ansteckungsgefahr einzudämmen, wie die Regierung in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Fahrzeuge, die in den Bezirk einfahren, werden an Kontrollpunkten überprüft.

Seit dem Ausbruch der Krankheit erlagen dem Virus in Sierra Leone mindestens 17 Menschen. Die Regierung sprach zuletzt sogar von 28 Toten. Insgesamt starben in den Staaten Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 230 Menschen an Ebola. Experten vermuten, dass die Krankheit bereits im Januar im Südosten Guineas ihren Ursprung nahm.

Das Ebolafieber ist eine Virusinfektion, die in bis zu 90 Prozent aller Fälle tödlich verläuft. Bislang gibt es keine erfolgreiche Therapie. Erste Symptome sind hohes Fieber, Schwächegefühl und Kopfschmerzen, später beginnen die Opfer, Blut zu erbrechen oder aus ihren Augen, Nasen und Ohren zu bluten.

(ap)