Diren D.: Tod von Gastschüler laut Botschafter "tragischer Einzelfall"

Deutscher Gastschüler Diren D. : Botschafter: Tod von Gastschüler "tragischer Einzelfall"

Nach den tödlichen Schüssen auf den deutschen Gastschüler Diren D. hat Deutschlands neuer Botschafter in Washington die Sicherheit von Austauschprogrammen in den USA betont.

"Der Tod dieses deutschen Austauschschülers war ein tragischer Fall, aber er war ein tragischer Einzelfall", sagte Botschafter Peter Wittig der Nachrichtenagentur AFP. Das Schicksal des Hamburger Teenagers sei "nicht typisch" für die Erfahrungen junger Deutscher in den USA. Deutsche Schüler und Studenten seien hier "nicht nur herzlich willkommen, sondern auch sicher".

Die deutsche Botschaft habe am Tod von Diren D. Anteil genommen und die Angehörigen über das zuständige Konsulat vor Ort unterstützt, sagte Wittig. "Wir haben uns auch sehr intensiv mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt." Da die Justiz im Bundesstaat Montana "sofort tätig" geworden sei, gebe es "keinen Grund, sich über die amerikanische Reaktion in irgendeiner Weise zu beklagen". Wittig hat sein Amt in der vergangenen Woche angetreten.

Der 17-jährige Diren D. war Ende April in der Kleinstadt Missoula im US-Bundesstaat Montana nachts in eine offen stehende Garage gegangen und vom Hausbesitzer erschossen worden. Der Schütze Markus K. muss sich wegen vorsätzlicher Tötung verantworten, am 12. Mai findet eine Anhörung vor Gericht statt. K. beteuert, er habe sich gegen einen Einbrecher wehren wollen. Die Staatsanwaltschaft hat aber den Verdacht, dass der 29-Jährige nicht aus Notwehr handelte, sondern mit dem Gewehr auf der Lauer lag.

Der Leichnam von Diren D. war zunächst nach Hamburg überführt worden, wo am Wochenende eine Trauerfeier für den türkischstämmigen Jugendlichen stattfand. Am Montag wurde er dann in Bodrum im Südwesten der Türkei beigesetzt.

(AFP)
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