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Drama um krankes Kind: Der traurigste Tag im Leben des Weihnachtsmanns

Drama um krankes Kind : Der traurigste Tag im Leben des Weihnachtsmanns

Eric Schmitt-Matzen aus Tennessee spielt seit langer Zeit den Weihnachtsmann. Doch in diesem Jahr geriet der 60-Jährige an die Grenzen der seelischen Belastbarkeit. Ein krankes Kind starb in seinen Armen.

Ein von einem weißen Rauschebart und geschwungenen Augenbrauen umrahmtes Gesicht, dazu liebevolle Augen hinter einer unauffälligen Brille. Sieht man auf Eric Schmitt-Matzen, denkt man sofort an den Weihnachtsmann. Und so verwundert es nicht, dass sich der 60-jährige Ingenieur aus Knoxville (US-Bundesstaat Tennessee) in der Vorweihnachtszeit seinen roten Mantel umwirft, eine weiche Bommelmütze aufsetzt und durch die Stadt zieht, um Kindern eine Freude zu machen. Das, was ihm in diesem Jahr passiert ist, wird ihn so schnell aber nicht mehr loslassen. In einem emotionalen Interview mit der Knoxville News Sentinel, schildert Schmitt-Matzen sein traurigstes Weihnachtserlebnis. Eine Pflegerin eines Krankenhauses habe ihn demnach gebeten, einen schwerkranken fünfjährigen Jungen in der Klinik zu besuchen. Im Video schildert der 60-Jährige, wie er in das Zimmer des Jungen gekommen sei, um ihm ein Geschenk vorbei zu bringen und sich mit ihm unterhielt.

"Ich habe gehört, du verpasst Weihnachten? Das kann ja gar nicht sein, denn du bist mein wichtigster Helfer", sagt der als Santa Claus verkleidete Eric Schmitt-Matzen. Mit großen Augen habe der Junge ihn das gefragt: "Bin ich das?" "Na klar", sagte Schmitt-Matzen. "Sie sagen, dass ich sterben werde", sagte der Junge, worauf Santa Claus ihn um einen Gefallen bat. "Wenn du vor der Himmelstür ankommst, sag ihnen, dass du Santa Claus´ wichtigster Helfer bist, und dann werden sie dich reinlassen."

Immer wieder kämpft er mit den Tränen, als er von seinem Erlebnis berichtet. Nach dem kurzen Gespräch, so erinnert sich Schmitt-Matzen, habe der kleine Junge ihn fest umarmt und ihn gefragt: "Santa Claus, kannst du mir helfen?" Doch noch bevor er antworten konnte, sei der Junge in seinen Armen gestorben. "Ich habe ihn weiter umarmt und fest an mich gedrückt", sagt Eric Schmitt-Matzen im Interview. Danach sei er sofort nach Hause gefahren. "Ich habe den ganzen Weg geweint und darüber nachgedacht, den Job nie wieder zu machen. Doch dann sah ich spielende Kinder auf der Straße und mir wurde klar, dass Santa Claus die Rolle ist, die ich spielen muss. Für die Kinder und für mich."