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Corona lässt US-Bürger nach vorgetäuschtem Tod in Schottland auffliegen

Behandlung im Krankenhaus : Corona lässt US-Bürger nach vorgetäuschtem Tod in Schottland auffliegen

Ein 34-Jähriger, der in den USA wegen Vergewaltigungsvorwürfen gesucht wird, ist nach seinem vorgetäuschten Tod in Schottland wieder aufgetaucht. Grund dafür ist eine Corona-Erkrankung.

Wiederbelebung durch Corona - eine Covid-19-Infektion hat einen US-Bürger auffliegen lassen, der seinen Tod vorgetäuscht hatte. Der wegen Vergewaltigung gesuchte 34-Jährige habe vor gut zwei Jahren erklärt, dass er in Irland und todkrank sei, berichtete die Zeitung „The Providence Journal“. Ende Februar 2020 sei eine Todesanzeige veröffentlicht worden. Doch in Wahrheit habe er sich nach Schottland abgesetzt und einen anderen Namen angenommen, sagte Ermittler Robert Creamer. Dort sei der Verdächtige an Corona erkrankt und habe beatmet werden müssen.

Die Polizei hatte schon seit Monaten den Verdacht, dass der Mann noch lebte. Er sei Mitte Dezember verhaftet worden, sagte Staatsanwalt David Leavitt am Freitag. Das Krankenhauspersonal habe ihn auf einem Foto identifiziert. Einzelheiten wollte er nicht nennen.

Der Mann soll 2008 in Utah eine Frau vergewaltigt haben. Außerdem wird er laut FBI in Ohio gesucht, weil er seinem Pflegevater eine Kreditkarte gestohlen und damit Schulden in Höhe von mehr als 200.000 Dollar angehäuft haben soll. Unklar war noch, ob der Mann auch wegen der Vortäuschung seines Todes belangt wird.

(th/dpa)