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Chile: Armee rechnet mit 38 Toten bei Absturz von Transportmaschine

Unglück in Chile : Armee rechnet mit 38 Toten bei Flugzeugabsturz

Am Montag war das chilenische Militärflugzeug vor der Antarktis ins Meer gestürzt und verschollen. Bei der Suche sind Leichenteile und Überreste der Maschine gefunden worden. Mit Überlebenden ist nicht zu rechnen, teilten die Streitkräfte Chiles mit.

„Es ist praktisch unmöglich, dass es Überlebende dieses Unglücks gibt“, sagte Luftwaffenchef Arturo Merino am Donnerstag. An Bord der Maschine befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 38 Menschen.

Zudem wurden bei der Suchmission in der Drakestraße zwischen Südamerika und der Antarktis unter anderem ein Ersatzrad, Teile der Innenverkleidung, ein Teil des Tanksystems sowie zwei Taschen, ein Schuh und ein Rucksack gefunden.

Am Montag war der Kontakt zu der C-130 Hercules abgerissen, die von Punta Arenas in der Region Patagonien zum Antarktisstützpunkt Presidente Frei unterwegs war. An Bord befanden sich 17 Besatzungsmitglieder und 21 Passagiere. Die Maschine transportierte Personal, das Wartungsarbeiten an der schwimmenden Pipeline von Presidente Frei verrichten sollte.

Der chilenische Stützpunkt Presidente Frei auf der King-George-Insel des antarktischen Süd-Shetland-Archipels wurde 2014 eingeweiht und kann bis zu 150 Menschen beherbergen. Die Basis empfängt in den warmen Monaten auch Touristen.

Gefunden wurden die Überreste von Suchschiffen 30 Kilometer südlich von der Position entfernt, an der sich die C-130 Hercules am Montag zum letzten Mal per Funk in Verbindung gesetzt hatte. An der Suchaktion nahmen 14 Schiffe sowie 23 Flugzeuge und Helikopter teil. Zudem wurden Satelliten mehrerer Länder eingesetzt. Die ersten Überreste wurden vom chilenischen Fischereischiff „Antartic Endeavour“ und dem brasilianischen Polarschiff „Almirante Maximiano“ aufgefunden.

Die chilenische Regierung kündigte umfangreiche Ermittlungen zu dem Unglück an. „Wenn 38 Landsleute ums Leben kommen, ist das Mindeste, was wir tun können, die Wahrheit herauszufinden“, sagte Verteidigungsminister Alberto Espina.

(felt/dpa)