Busunglück auf Madeira: Verletzte auf dem Weg zurück nach Deutschland

Rettungsflieger von Madeira gestartet : Verletzte des Busunglücks auf dem Weg zurück nach Deutschland

Die 29 Todesopfer des Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel sind obduziert. Einzelheiten zur Herkunft der Toten sind aber weiter nicht bekannt. Unterdessen ist eine Rettungsmaschine der Luftwaffe mit Verletzten zurück nach Deutschland gestartet.

Der aus Deutschland entsandte Luftwaffen-Airbus zum Rücktransport deutscher Verletzter des Busunglücks ist am Samstagmittag gegen 13 Uhr in Madeira gestartet. Er bringt 15 Patienten zurück nach Deutschland. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Samstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. In Madeira war zunächst von zwölf Heimkehrern die Rede gewesen. Die Männer und Frauen waren bei dem Busunglück in dem Ort Caniço am Mittwochabend teilweise schwer verletzt worden. Die Flugzeit bis Deutschland beträgt etwa drei Stunden. Eine verletzte Deutsche war nach Angaben der Klinikleitung noch nicht transportfähig und blieb zunächst im Krankenhaus in der Inselhauptstadt Funchal.

Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten ist unterdessen abgeschlossen. Sie sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.

Im Laufe des Samstags würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht bekannt. NRW-Ministerpräsident Laschet hatte bereits bestätigt, dass auch Bürger aus Nordrhein-Westfalen unter den Opfern sind.

Bei dem Unfall im Ort Caniço nahe Funchal waren am Mittwochabend 29 Urlauber getötet worden, fast alle wahrscheinlich Deutsche aus verschiedenen Landesteilen. 27 weitere Insassen wurden verletzt, als der Reisebus von der Straße abkam und eine Böschung hinunter auf ein Haus stürzte. 16 Menschen wurden am Samstag noch in einem Krankenhaus behandelt.

(hebu/dpa)
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