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Bürgerkrieg in Syrien - Rebellen beginnen Offensive auf Idlib

Bürgerkrieg : Syrische Rebellen beginnen Offensive auf Idlib

Syrische Rebellen haben eine Offensive auf die von Regierungstruppen gehaltene Stadt Idlib im Nordwesten des Landes gestartet. Sie beschossen am Dienstag die Vororte und ermahnten die Einwohner, in ihren Häusern zu bleiben. Die Rebellen kontrollieren seit 2012 bis auf Idlib fast die gesamte Provinz, die denselben Namen hat.

Das syrische Staatsfernsehen zitierte einen Militärangehörigen, der sagte, die Regierungseinheiten würden die Versuche "terroristischer Gruppen" zurückschlagen, nach Idlib einzudringen. Nach Angaben eines Aktivisten wurde der Angriff von verschiedenen Fraktionen geführt, unter ihnen auch die Nusra-Front, dem Zweig von Al-Kaida in Syrien.
Bislang hätten sie fünf Kontrollpunkte eingenommen. Die Rebellen rückten von vier Seiten vor.

Allerdings hatten die Rebellen bereits in der Vergangenheit mehrfach erfolglos versucht, die Stadt einzunehmen. In Idlib leben rund 165 000 Menschen.

Aktivisten teilten mit, Hubschrauber der Regierung hätten am Dienstagabend die in der Nähe gelegene Satdt Binisch mit Chlorgas angegriffen. 30 Menschen seien danach mit Atemproblemen in ein Krankenhaus gebracht worden. Vor einer Woche hatte die Opposition der Regierung bereits vorgeworfen, Giftgasattacken auf die Stadt Sarmin ausgeführt zu haben. Dabei sollen sechs Menschen gestorben sein. Damaskus stritt die Anschuldigungen ab.

Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin sagte am Dienstag, die nächste Runde von Syriengesprächen in Moskau werde vom 6. bis 9. April stattfinden. Die erste Runde lief im Januar und wurde von den meisten Rebellengruppen boykottiert. Russland ist ein Hauptverbündeter der Regierung von Baschar al-Assad.

(ap)