Evakuierung in England nach Vierfachmord: Bombenexperten geben Entwarnung

Evakuierung in England nach Vierfachmord : Bombenexperten geben Entwarnung

Entwarnung im Fall des mysteriösen Vierfachmordes in den französischen Alpen: Die auf dem Grundstück der getöteten britischen Familie gefundenen Substanzen seien ungefährlich, erklärte die Polizei der Grafschaft Surrey am Montag.

Am Morgen waren nach dem Fund von "möglicherweise explosiven Substanzen" Bombenexperten an dem Haus der Familie in Claygate bei London angerückt, die Nachbarschaft wurde evakuiert.

Das aus dem Irak stammende britische Urlauberpaar al-Hilli sowie die Mutter der Frau und ein offenbar zufällig vorbeikommender Radfahrer waren am vergangenen Mittwoch auf einem Waldparkplatz in Ostfrankreich mit je zwei Kopfschüssen ermordet worden.

Die vierjährige Tochter Zeena überlebte unverletzt, weil sie sich unter der Leiche ihrer Mutter versteckte. Ihre siebenjährige Schwester Zainab erlitt durch heftige Schläge einen Schädelbruch und eine Schussverletzung in der Schulter und lag tagelang im künstlichen Koma. Sie konnte bislang nicht zu der Bluttat befragt werden.

Die Hintergründe des Vierfachmordes sind weiterhin völlig unklar. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurden alle Opfer mit Schüssen aus derselben Waffe getötet. Die französischen Ermittler schließen nach eigenen Angaben einen Auftragsmord ebenso wenig aus wie einen Raubmord oder die Tat eines Psychopathen.

Aus Ermittlerkreisen verlautete derweil, dass der Vierfachmord mit nur einer Waffe verübt worden ist. Spezialisten der französischen Polizei hatten die rund 25 am Tatort gefundenen Patronenhülsen und die Kugeln untersucht hatten, mit denen die Opfer getötet wurden. Abgegeben wurden die Schüsse aus einer Automatikpistole vom Kaliber 7,65 Millimeter.

Wegen der Vielzahl der abgegebenen Schüsse hatten die Ermittler zunächst vermutet, dass mehrere Waffen benutzt worden seien. Dass offenbar nur ein Täter schoss, lässt die Hypothese eines Profikillers noch wahrscheinlicher erscheinen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: September 2012: Mehrfach-Mord in französischen Alpen

(dpa/afp)
Mehr von RP ONLINE