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Blackout durch Hackerangriff: Experten halten europaweiten Stromausfall für möglich

Blackout durch Hackerangriff : Experten halten europaweiten Stromausfall für möglich

Marc Elsberg hat in seinem Roman „Blackout“ schon 2013 die massiven Auswirkungen eines durch einen Hackerangriff ausgelösten totalen Stromausfall beschrieben. Experten halten das Szenario einem aktuellen Bericht zufolge für realistisch.

Einem Bericht des „Spiegel“ zufolge halten die Cyberexperten der Bundesregierung einen europaweiten Stromausfall durch Hacker für möglich. Bei einer gewissen Größe von Angriffen könnten "Auswirkungen bis hin zu einem vollständigen Blackout im europäischen Verbundnetz nicht ausgeschlossen werden", heißt es in einer aktuellen Lageeinschätzung des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums, die dem Magazin laut Vorabmeldung vom Freitag vorlag.

In dem Dokument werden demnach zwei Cyberangriffe auf Energieversorger in der Westukraine in den Jahren 2015 und 2016 untersucht. Damals fiel für mehrere hunderttausend Einwohner stundenlang der Strom aus. Sicherheitsbehörden machten zwei Hackergruppen für die Angriffe verantwortlich: "Sandworm" und "Berserk Bear".

Beide sollen von russischen Nachrichtendiensten gesteuert sein, wie der "Spiegel" weiter berichtete. Die Kampagne sei offenbar eine Machtdemonstration des Kreml gewesen. Die deutschen Experten beunruhigt laut dem Dokument vor allem die Qualität der Schadsoftware, die beim zweiten Angriff eingesetzt wurde. Sie sei mit "Stuxnet" gleichzusetzen, der bislang mächtigsten bekannten Cyberwaffe.

Aktuelle Erkenntnisse zu Gruppen wie "Berserk Bear" zeigten, "dass mittlerweile auch kritische Infrastrukturen in Deutschland (vorrangig Energieversorgung) im Fokus von Aufklärungsaktivitäten stehen", heißt es in dem Bericht der Cyber-Abwehrstelle, an der neun deutsche Sicherheitsbehörden beteiligt sind.

(felt/AFP)