Nato-Stützpunkt in Afghanistan: Bis zu 70 Verletzte nach Selbstmordanschlag

Nato-Stützpunkt in Afghanistan : Bis zu 70 Verletzte nach Selbstmordanschlag

Ein Selbstmordattentäter hat sich am Freitag vor einem Nato-Stützpunkt in Afghanistan in die Luft gesprengt und bis zu 70 Menschen verletzt. Der Chef der Gesundheitsbehörden in der Provinz Logar, Mohammed Sarif Najebchail, sagte 70 Menschen seien mit zum Teil schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, die meisten von ihnen Zivilisten.

Unter den Verletzten waren seinen Angaben zufolge auch sieben Wachleute des Nato-Stützpunkts. Der stellvertretende Polizeichef der Provinz, Mohammed Abed, hatte zuvor von fünf Verletzten gesprochen. Seinen Angaben zufolge waren drei Polizisten und zwei Geheimdienstmitarbeiter verletzt und mehrere Gebäude zerstört worden.

Der Attentäter hatte demnach versucht, mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in die Basis im Bezirk Mohammed Agha in der Provinz Logar südlich von Kabul zu rasen. Er wurde jedoch am Eingang gestoppt und zündete seine Bombe außerhalb des Stützpunkts. Die Explosion sei "riesig" gewesen, sagte der Polizeivertreter. Nach Angaben eines AFP-Korrespondenten war die Explosion kilometerweit zu hören. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich in einer SMS zu dem Anschlag.

Ein Sprecher der Nato-Truppe Isaf konnte den Vorfall und die Opferzahlen zunächst nicht bestätigen. Es habe einen Bombenanschlag in der Region gegeben, er könne aber noch nicht sagen, ob die Isaf das Ziel des Anschlags gewesen sei.

(AFP)
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