Benjamin Netanjahu besucht Papst Franziskus

Erste Begegnung mit Israels Ministerpräsident : Benjamin Netanjahu besucht Papst Franziskus

Papst Franziskus ist am Montag erstmals mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Bei der 25-minütigen Begegnung ging es auch um eine mögliche Reise des Papstes im kommenden Jahr ins Heilige Land, wie der Vatikan bekanntgab.

Ein Termin könne erst später festgelegt werden, da er auch mit den anderen vorgesehenen Besuchsstationen in Jordanien und den Palästinensergebieten abgestimmt werden müsse, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi.

Der Vatikanbesuch Netanjahus erfolgte unter starken Sicherheitsvorkehrungen. Der israelische Regierungschef hatte am Vorabend in der Synagoge Roms an einer Feier zum Chanukka-Fest teilgenommen. Das Gespräch mit dem Papst wurde auf Englisch mit einem Dolmetscher geführt. Bei der Begrüßung berichtete Netanjahu dem Papst, dass sein Vater Spanisch gesprochen habe, er selbst dies aber nicht könne. Netanjahu wurde begleitet von seiner Ehefrau Sarah. Sie sagte zu Franziskus: "Wir warten auf Ihre Reise."

Als Geschenk überreichte Netanjahu dem Papst ein 1995 erschienenes Buch seines vor einem Jahr verstorbenen Vaters, eines anerkannten Historikers, über die Inquisition in Spanien. Es trug die Widmung "Für seine Heiligkeit Franziskus. Ein großer Hirte des gemeinsamen Erbes". Der Autor vertrete die These, dass die Katholiken während der Inquisition die Juden nicht beleidigt hätten, hatte der Regierungschef während des Flugs nach Rom gegenüber mitreisenden Journalisten erklärt.

Weiter schenkte Netanjahu einen Silberleuchter samt Ölbehälter. Auf diesem war eingraviert: "Für seine Heiligkeit Franziskus, mit Hochachtung". Der Papst revanchierte sich mit einer Keramikdarstellung des Apostels Paulus.

(KNA)
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