Bei Riberys Steak-Koch "Salt Bae" Nusret Gökce essen Stars aus der ganzen Welt

Riberys Steak-Koch : Darum liegen 19 Millionen Instagram-Follower „Salt Bae“ zu Füßen

Als „Salt Bae“ ist Nusret Gökce zum Social-Media-Phänomen geworden. Seine Salz-Pose ist weltbekannt, Stars wie Lionel Messi und Rihanna gehen in seinen Restaurants ein und aus. Nur Franck Ribery dürfte sein Steak nicht allzu gut bekommen sein.

Wer weiß, was vor 30 Jahren aus diesem verrückten Typen geworden wäre. Ein türkisch-kurdischer Metzger mit tiefem Ausschnitt und Sonnenbrille, der seine Steaks auf bizarre Weise schneidet und sie in einer noch viel bizarreren Körperhaltung salzt. Wer weiß, ob in der Öffentlichkeit vor 30 Jahren Platz für ihn gewesen wäre. 2019 hat „Salt Bae“ 18,8 Millionen Follower auf Instagram, verkauft in seinen Restaurants in Dubai, Abu Dhabi oder New York Fleisch für über 1000 Euro pro Stück und Stars auf der ganzen Welt imitieren den „Salzstreuer“. Mit seinem Hype hat Nusret Gökce, wie wir heute so schön sagen, das Internet gewonnen.

Zwischen den Tagen, wo der Fußballer von heute seinen Kurzurlaub bevorzugt in den Emiraten verbringt, gaben sich die Stars in seinem Restaurant in Dubai die Klinke in die Hand: Manuel Neuer, Robert Lewandowski, Mario Götze, Lionel Messi und Cristiano Ronaldo zählten schon zu seinen Kunden – und zuletzt auch Franck Ribery, für den der medienwirksame Verzehr eines mit Blattgold überzogenen Ribeye-Steaks mächtig nach hinten losging. Auch Bruce Willis, Rihanna, David Beckham oder Leonardo di Caprio dinierten schon in seinen Läden, die sich mittlerweile überall da auf der Welt finden, wo sich die Schönen und Reichen tummeln. Selbst in der Neflix-Serie „Narcos“ durfte Gökce mitspielen. Ist der Chef da, essen die Promis oft umsonst – ein von ihnen über die Sozialen Medien geteiltes Selfie mit dem Koch ist 2019 schließlich die beste Bezahlung, die sich der Koch wünschen kann.

„Ich glaube, sie ist ein Symbol des Erfolgs, eines Happy-Ends. Das hat mit Salzen nichts mehr zu tun, sondern symbolisiert inzwischen viel mehr“, sagt Gökce in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung über seine Pose und den daraus entstandenen Hype. Kalkül soll das alles nicht gewesen sein, sondern vielmehr Ausdruck seiner Persönlichkeit. So sei erst ein Gast in seinem Restaurant in der Türkei vor zwei Jahren auf die Idee gekommen, ein Instagram-Konto zu eröffnen. Spätestens, als Gökce im Januar 2017 dort in der Sonne Dubais ein Video aufnehmen ließ, das ihn beim Schneiden und Salzen einen riesigen Steaks zeigt, verselbstständigte das Ganze.

Zehn Restaurants mit rund 700 Mitarbeitern nennt der Koch mittlerweile sein Eigen, Fillialen in Paris und Berlin sollen alsbald folgen. Ob das sündhaft teure Essen rein qualitativ seinen Preis rechtfertigt, ist dabei fraglich – die Kritiken der Fachpresse in New York fielen vernichtend aus. Trotzdem stehen die Leute vor den Lokalen Schlange, wenn der Chef da ist. Bei Nusr-Et, so heißen seine Restaurants, bezahlt man eben nicht für ein Steak, sondern für den Hype.

Bevor er zu „Salt Bae“ wurde, habe Gökce eine Kindheit in bescheidenen Verhältnissen geführt. Nach fünf Jahren habe der Arbeitersohn aus finanziellen Zwängen die Schule abbrechen müssen, um als Metzger zu arbeiten. Später ging er in die USA und nach Argentinien, um sein Handwerk zu erlernen. „Das Einzige, was ich im Leben gelernt habe, ist das Metzgern“, sagt Gökce.

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