Fährunglück in Indien: Behörden befürchten bis zu 200 Todesopfer

Fährunglück in Indien : Behörden befürchten bis zu 200 Todesopfer

Mehr als 100 Menschen sind wahrscheinlich bei einem Fährunglück in Indien ertrunken, mehr als 100 werden nach Behördenangaben noch vermisst. Auf der Fähre im Fluss Brahmaputra im nordöstlichen Bundesstaat Assam befanden sich nach den Berichten vom Dienstag mehr als 300 Passagiere. Etwa 100 von ihnen wurden gerettet oder konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Das Unglück ereignete sich bei einem schweren Unwetter.

Nach Polizeiangaben war die Fähre unterwegs vom Bezirk Dhubri zum Bezirk Fakirganjan auf der gegenüberliegenden Uferseite. Dhubri liegt rund 300 Kilometer flussabwärts von Guwahati, der größten Stadt in Assam. Ein Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur AFP, er habe gesehen, wie nach dem Unglück Passagiere von dem Strom fortgerissen wurden, da die Strömung sehr stark gewesen sei. Unter den Passagieren seien auch zahlreiche Frauen und Kinder gewesen.

Assams Regierungschef Tarun Gogoi sagte, es seien Soldaten und Grenzschützer mit motorisierten Booten an die Unglücksstelle entsandt worden, doch der Einbruch der Dunkelheit und das schlechte Wetter behinderten die Rettungsarbeiten. Indiens Premierminister Manmohan Singh äußerte sich "bestürzt" über die "Tragödie" und sagte volle Unterstützung der Bundesregierung für Assam zu und versprach finanzielle Hilfen für die Angehörigen der Opfer.

(APD)
Mehr von RP ONLINE