Bataclan-Prozess in Paris Das Grauen der Terrornacht kehrt zurück

Paris · Der Prozess um die Anschläge des 13. November 2015 in Paris erschüttert die Opfer. Ein Überlebender des Bataclan berichtet. Jahrelang kämpfte er gegen die albtraumhaften Bilder jener Nacht.

 Ein Opfer der Terroristen liegt am Tag des Attentats, dem 13. November 2015, unter einer Decke vor dem Bataclan-Theater in Paris.

Ein Opfer der Terroristen liegt am Tag des Attentats, dem 13. November 2015, unter einer Decke vor dem Bataclan-Theater in Paris.

Foto: AP/Jerome Delay

Als Christophe Naudin am Abend des 13. November 2015 sein Smartphone aus der Tasche holte, stand das islamistische Terrorkommando schon vor dem Eingang zum Pariser Konzertsaal Bataclan. Um 21.44 Uhr machte der bärtige 46-Jährige ein Erinnerungsfoto, drei Minuten später fielen die ersten Schüsse. Der Lehrer dachte an Feuerwerkskörper, bis er den hasserfüllten Blick eines Attentäters sah, dessen Gesicht vom Feuer der Kalaschnikow erhellt wurde. „Von dem Moment an war ich wie ferngesteuert.“ Er erinnert sich, dass er vorne zur Bühne flüchtete und dabei über am Boden liegende Körper stieg.