Bangladesch: Papst Franziskus feiert Messe mit 100.000 Menschen

Bangladesch: Papst feiert Messe mit 100.000 Menschen

Papst Franziskus hat am Freitag in Bangladesch zusammen mit rund 100.000 Menschen eine Messe unter freiem Himmel gefeiert.

Der Papst wurde unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in einem vor Ort hergestellten Papamobil zum Suhrawardy Udyan Park in der Hauptstadt Dhaka gebracht, der von tausenden Sicherheitskräften bewacht wurde. Busse mit Gläubigen kamen aus allen Landesteilen zu der Messe. Viele Menschen standen stundenlang an, um in den Park hineinzukommen.

Später am Freitag wollte Franziskus eine Gruppe von 16 Flüchtlingen der muslimischen Minderheit der Rohingya aus Myanmar treffen, darunter auch zwei Kinder.

Der seit Jahren andauernde Konflikt um die Rohingya, die im buddhistischen Myanmar systematisch unterdrückt werden, war Ende August eskaliert. Seither wurden durch das Militär hunderte Rohingya getötet, rund 620.000 Rohingya flüchteten ins verarmte Nachbarland Bangladesch.

  • Der Papst als Politiker

Während seines vorherigen Besuchs in Myanmar hatte der Papst zur "Achtung jeder Volksgruppe" aufgerufen, die Rohingya aber nicht explizit genannt. Dies war ihm von Kritikern angekreidet worden.

Zum Auftakt seines Besuchs in Bangladesch hatte Franziskus die Weltgemeinschaft am Donnerstag zu "entschiedenen Maßnahmen" in der Flüchtlingskrise aufgefordert. Das Wort "Rohingya" vermied er erneut und sprach stattdessen von "Flüchtlingen, die in Massen aus dem Bundesstaat Rakhine" in Myanmar gekommen seien.

(csr)