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Bangkok: Bomben explodieren während Treffen der ASEAN - zwei Verletzte

Während des Berufsverkehrs : Drei Verletzte bei mehreren Explosionen in Bangkok

Mitten im Berufsverkehr gehen in Bangkok mehrere Sprengsätze hoch. Drei Menschen werden leicht verletzt. Die Hintergründe sind unklar. Thailands Premierminister Prayut, der mit einem Putsch an die Macht kam, sorgt sich um „Frieden und Ruf“.

Bei der Explosion mehrerer kleiner Sprengsätze in Bangkok sind mindestens drei Menschen leicht verletzt worden. Die Bomben gingen am Freitag in Thailands Hauptstadt während des morgendlichen Berufsverkehr an drei verschiedenen Orten hoch, auch in unmittelbarer Nähe eines Bahnhofs, der von vielen Pendlern genutzt wird. Ein Selbstbezichtigungsschreiben oder ähnliche Hinweise auf die Täter gab es zunächst nicht. Premierminister Prayut Chan-o-cha ließ die Sicherheitsmaßnahmen verstärken.

Insgesamt wurden nach Informationen der Tageszeitung „Bangkok Post“ sechs selbstgebastelte Sprengsätze gezündet. Dabei handelte es sich nach Angaben der Polizei um sogenannte Ping-Pong-Bomben - kleine Sprengsätze, die normalerweise keinen großen Schaden anrichten. Bei den drei Leichtverletzten handelt es sich um Straßenkehrer. In dem Bahnhof Chong Nonsi von Bangkoks oberirdischem „Skytrain“, der im Geschäftsviertel Silom liegt, gab es keine Verletzten. Er wurde jedoch sicherheitshalber gesperrt.

Die anderen Sprengsätze detonierten am Rand einer vielbefahrenen Straße und in einem Komplex von Regierungsgebäuden in einem Außenbezirk. Premierminister Prayut, der vor fünf Jahren durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war, verurteilte die Anschläge. Damit solle versucht werden, „Frieden und Ruf des Landes zu zerstören“, hieß es auf seiner Facebook-Seite. Prayut hatte sich im Frühsommer nach einer umstrittenen Parlamentswahl als Regierungschef bestätigen lassen.

In Bangkok tagte am Freitag die Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean). Zu dem Treffen waren auch die Außenminister aus den USA, Russland und China angereist. Nach den Explosionen gab es auch an mehreren anderen Bahnhöfen Alarm, weshalb auch dort Zugänge gesperrt wurden.

(zim/dpa)