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Autopsie in den USA: George Floyd hatte Coronavirus - nicht Todesursache

Laut Autopsie-Bericht : George Floyd hatte Coronavirus

US-Gerichtsmediziner haben veröffentlicht, dass der bei einer Festnahme getötete US-Amerikaner George Floyd mit dem Coronavirus infiziert war. Er zeigte demnach aber keine Symptome.

Der in Polizeigewalt ums Leben gekommen Afroamerikaner George Floyd hat sich Wochen vor seinem Tod mit dem Coronavirus infiziert. Floyd sei am am 3. April positiv auf das Sars-CoV-2 getestet worden, zeigte augenscheinlich aber keine Symptome, schrieb der Chef der Gerichtsmedizin des Bezirks Hennepin, Andrew Baker. Floyds Lungen schienen demnach gesund zu sein, allerdings wiesen Arterien in seinem Herzen Verengungen auf.

Floyd erlitt außerdem während der Festnahme einen Herzinfarkt, wie aus dem 20-seitigen Bericht hervorgeht, den die Gerichtsmedizin mit Erlaubnis der Familie veröffentlichte. Die Gerichtsmediziner gingen von einem Tötungsdelikt aus.

Ein früherer, gekürzter Bericht beschrieb eine Vergiftung mit dem Opioid Fentanyl, einem Schmerzmittel. Auch hatte Floyd kürzlich Methamphetamin, auch Crystal Meth genannt, konsumiert. Beides wurde unter „weitere bedeutsame Konditionen“, nicht aber unter „Todesursache“ aufgelistet. In den Fußnoten des umfassenden Berichts wurden als Zeichen einer Fentanyl-Vergiftung „schwere Atemdepression“ und Krampfanfall aufgelistet.

(kron/dpa)