Australien: Tierfreunde halten Dingo monatelang für einen Hundewelpen

"Wandi" zieht jetzt ins Reservat : Australier halten Vollblut-Dingo monatelang für einen Hundewelpen

Die Tierfreunde hatten den kleinen Vierbeiner im Bundesstaat Victoria gefunden und aufgenommen. Durch einen DNA-Test stellte sich nun heraus: Es handelt sich keineswegs um einen gewöhnlichen Mischlingshund.

Er ist flauschig, verspielt – und trotz seiner unwiderstehlichen Welpenaugen nun doch kein gewöhnlicher Hund: Ein im August im australischen Bundesstaat Victoria aufgefundener und "Wandi" getaufter Vierbeiner hat sich nach einem DNA-Test als Vollblut-Dingo herausgestellt.

Das nach seinem Fundort Wandiligong benannte Tier werde nun in einem Dingo-Reservat nahe Melbourne ein neues Zuhause finden, sagte die Leiterin der Australischen Dingo-Stiftung, Lyn Watson, der Nachrichtenagentur AFP.

Der kleine Vierbeiner war im August wimmernd und allein in einem Garten in der Kleinstadt Wandiligong entdeckt worden. Wegen Krallenspuren auf seinem Rücken hatten seine Retter spekuliert, dass er vielleicht von einem Greifvogel fallen gelassen worden war. Zuerst wurde Wandi für einen Mischlingshund mit Dingo-Anteilen gehalten, wie Watson sagte. Ein DNA-Test habe nun aber ergeben, dass er ein seltener Vollblut-Dingo sei.

Obwohl die Tiere in manchen Gebieten geschützt ist, haben Dingos in Australien nicht immer einen guten Ruf. Vor allem auf der bei Touristen beliebten Insel Fraser Island an der australischen Ostküste wurden in den vergangenen Jahren mehrere Menschen von den Tieren angegriffen. Erst im April hatte ein Vater sein kleines Kind aus den Fängen eines Dingos gerettet. Das Tier hatte versucht, den 14 Monate alten Jungen von einem Campingwagen wegzuschleifen.

(cka/AFP)
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