Attentat in Berlin: Lkw-Fahrer sammeln für Familien von Lukasz Urban

Nach Anschlag in Berlin: Trucker aus aller Welt sammeln für Angehörige ihres getöteten Kollegen

Ein Lkw-Fahrer aus Großbritannien hat für die Familien des beim Anschlag in Berlin getöteten Kollegen Lukasz Urban eine Spendenkampagne über das Internet gestartet – Trucker aus aller Welt sammelten so gemeinsam bereits mehr als 50.000 Euro für die Angehörigen des 37-jährigen Polen.

Ein Lkw-Fahrer aus Großbritannien hat für die Familien des beim Anschlag in Berlin getöteten Kollegen Lukasz Urban eine Spendenkampagne über das Internet gestartet — Trucker aus aller Welt sammelten so gemeinsam bereits mehr als 50.000 Euro für die Angehörigen des 37-jährigen Polen.

"Obwohl ich Lukasz nicht kannte, hat die Geschichte mich schockiert und angewidert", erklärte der Trucker Dave Duncan, der seine Sammelaktion über die Crowdfunding-Homepage GoFundMe startete. Erst am Dienstag ins Internet gestellt, kamen mit der Sammlung bis Donnerstag 59.000 Euro (rund 50.000 Pfund) zusammen.

Duncans Spendenaufruf endet mit den Worten "RIP (Ruhe in Frieden) Lukasz - von den Truckern in Großbritannien und anderswo". Laut der Website beteiligten sich mindestens 3400 Spender an der Aktion.

  • Fotos : Berlin trauert um die Opfer des Anschlags

Auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche waren am Montag zwölf Menschen getötet worden, als ein Lastwagen in die Menge raste. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Seit Mittwoch wird nach einem tatverdächtigen 24-jährigen Tunesier gefahndet, dessen Portemonnaie samt Ausweis die Polizei am Dienstag im Fahrerhaus des Lastwagens fand.

Urban wurde in dem Todes-Lkw erschossen aufgefunden. Er arbeitete als Fahrer für das Unternehmen seines Cousins Ariel Zurawski. Die Leiche habe Zeichen eines Kampfes aufgewiesen, sagte Zurawski dem Sender TVN 24. "Ein einzelner Mensch hätte ihn nicht überwältigen können." Auf einem Foto der polnischen Polizei habe er gesehen, dass Urban verletzt worden sei - er sprach von einem "blutigen und geschwollenen Gesicht".

Aktuelle Entwicklungen zum Berlin-Attentat in unserem Live-Blog.

(AFP)
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