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Asiatin in New York mit Hammer angegriffen

In der Nähe des Times Square : Asiatin in New York mit Hammer angegriffen

Ein erneuter Fall von mutmaßlich rassistischer Gewalt gegen Asiaten beschäftigt die US-Metropole New York. Die Täterin soll ihr Opfer zuvor aufgefordert haben, die Maske abzunehmen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde eine 31-Jährige von einer anderen Frau mit einem Hammer angegriffen und erlitt dabei eine Platzwunde. Dabei habe die Täterin, nach der die Polizei öffentlich sucht, das Opfer und ihre Freundin aufgefordert, ihre Gesichtsmasken abzunehmen. Die Personen hätten sich nicht gekannt. Die Behörden veröffentlichten auch ein Video von der Tat, die sich in der Nähe des Times Square ereignete.

Der Vorfall erinnerte an eine weitere Attacke in Manhattan, die Ende März für Aufsehen gesorgt hatte. Damals hatte ein Mann eine asiatischstämmige Amerikanerin zu Fall gebracht und immer wieder auf sie eingetreten.

Die Zahl der Gewalttaten gegen asiatische oder asiatischstämmige Personen in den USA hatte zuletzt deutlich zugenommen. Nach Angaben der New Yorker Polizei sind diese seit Jahresanfang die Opfer der meisten Hassverbrechen in der US-Ostküstenmetropole. Auch das US-Justizministerium beobachtet derzeit einen „signifikanten Anstieg von Angriffen und Belästigungen“, die durch Vorurteile gegen asiatischstämmige Amerikanerinnen und Amerikaner motiviert sind, wie Minister Merrick Garland kürzlich sagte.

Diverse Kongressabgeordnete sehen einen Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Ex-US-Präsident Donald Trump hatte das Coronavirus immer wieder als „China-Virus“ bezeichnet und sich damit den Vorwurf eingehandelt, Ressentiments bewusst zu schüren. Für landesweite Diskussionen hatte vor kurzem auch Tucker Carlson, ein rechtspopulistischer und einflussreicher Moderator einer Abendsendung beim konservativen TV-Sender Fox News gesorgt. Carlson forderte die US-Amerikaner auf, von allen Menschen mit Masken auf der Straße zu verlangen, diese abzunehmen.

(chal/dpa)