Antisemitische Motive könnten Aalst Unesco-Status kosten

Flämische Faschingshochburg : Antisemitische Motive könnten Aalst Unesco-Status kosten

Die Unesco geht einem Antisemitismus-Vorwurf beim Aalster Karneval nach, der die flämischen Faschingshochburg den Status als immaterielles Kulturerbe der Menschheit kosten könnte

Direktorin Audrey Azoulay sagte am Freitag, es sei Pflicht der Kulturorganisation der Vereinten Nationen „wachsam und kompromisslos bei solchen Vorfällen“ wie dem in Belgien zu sein.

Beim Fastnachtsumzug in Aalst war ein Wagen mitgefahren, der rassistische Darstellungen von Juden zeigte. Die beiden jüdischen Dachverbände in Belgien protestierten gegen „Karikaturen (...) von Juden mit schiefer Nase und Geldkoffern“, die denen im nationalsozialistischen Hetzblatt „Der Stürmer“ glichen.

Der Vorfall steht nun im Dezember auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung des Komitees, das über die Liste des Weltkulturerbes entscheidet. Der Aalster Karneval wurde 2010 in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

(csi/dpa)