Neue Anti-Terror-Einheit 1600 Spezialkräfte bewachen künftig Belgiens Akw

Brüssel · Die beiden Atomkraftwerke Belgiens sowie Botschaften, Gerichte und andere wichtige Einrichtungen sollen künftig von einer neuen schnellen Eingreiftruppe des Landes beschützt werden, um Anschläge zu verhindern.

 Das Akw Tihange wird in Zukunft durch Anti-Terror-Kräfte bewacht.

Das Akw Tihange wird in Zukunft durch Anti-Terror-Kräfte bewacht.

Foto: dpa, obe fdt

Das belgische Innenministerium teilte am Freitag mit, es werde eine neue Einheit der Polizei mit rund 1600 Beamten gegründet werden. Sie soll ab Anfang kommenden Jahres einsatzbereit sein. Die beiden Akws von Doel und Tihange werden derzeit von 140 Soldaten bewacht.

Das Militär wurde im Zuge der Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen nach den islamistischen Anschlägen in Paris vom 13. November entsandt. Belgische Militärvertreter betonten aber wiederholt, die Soldaten könnten nicht dauerhaft auf der Straße eingesetzt werden. Der Energiekonzern Engie Electrabel teilte mit, die weitere Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen um die beiden Akws sei lange geplant und keine Reaktion auf eine konkrete Bedrohung.

(felt/AFP)