Anschlag auf Sikhs und Hindus: 19 Menschen in Afghanistan getötet

Anschlag in Afghanistan : Selbstmordattentäter tötet 19 Menschen

Ein Selbstmordattentäter hat im Osten Afghanistans einen Anschlag auf eine Gruppe Sikhs und Hindus verübt und dabei mindestens 19 Menschen getötet.

Fünf weitere Personen seien bei dem Attentat am Sonntag verletzt worden, sagte der Polizeichef der Provinz Nangarhar, Ghulam Sanaji Staneksai. Die Verantwortung übernahm bislang niemand.

Die Gruppe wurde demnach auf dem Weg zum Gouverneurssitz in der Stadt Dschalalabad von dem Täter angegriffen. Sie hatte geplant, den afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani zu treffen, der sich am Sonntag zu einem Besuch in der Region befand.

In Afghanistan lebt eine kleine Minderheit der Sikhs und Hindus. Sie wird seit Jahrzehnten diskriminiert und bedroht. Heute gehören der afghanischen Minderheit nur noch rund 1000 Menschen an. Sie wurden in der Vergangenheit mehrmals von islamistischen Extremisten angegriffen. In Nangarhar sind sowohl die radikalislamischen Taliban als auch der afghanische Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat aktiv.

(felt/dpa)