Angeklagter soll Siri um Hilfe beim Leichen-Versteck gebeten haben

iPhone-Assistent Siri : Angeklagter soll Siri um Hilfe beim Leichen-Versteck gebeten haben

Wenn das iPhone beim Verbrechen hilft. Ermittler präsentieren bei einem Gerichtsverfahren Bilder vom Smartphone des Angeklagten: Ihm wird vorgeworfen in der Tatnacht den Assistenen des iPhones genutzt zu haben, um einen geeigneten Ort für den Leichnams des Opfers gesucht zu haben.

Es geht um einen Mord im September 2012. Der Angeklagte soll seinen 18-jägrigen Freund ermordert haben. Das Opfer wurde betäubt, in einem SUV auf einem Supermarkt-Parkplatz erdrosselt und dann außerhalb der US-Stadt Gainesville im Wald größtenteils vergraben. Mutmaßliches Motiv soll der Streit um eine Ex-Freundin sein.

Die Jury des Verfahrens hat von den Ermittlern jetzt Einzelheiten erfahren. Dabei ging es auch um das Smartphone des Angeklagten. Auf einem Screenshot ist eine pikante Frage an die Assistenz-Software "Siri" zu sehen: "Ich muss meinen Mitbewohner verstecken." Die Antwort von Siri war eine Gegenfrage: "An was für einen Ort hast du gedacht?"

Die Anwälte des Angeklagten wiesen daraufhin, dass auch andere Personen mit Zugang zu diesem Smartphone die Frage gestellt haben könnten. Die Bewegungsdaten des Smartphones weisen allerdings daraufhin, dass sich das Gerät sowohl beim Tatort als auch beim Fundort der Leiche befunden haben muss. Außerdem haben die Ermittler die Aktivitäten einer Taschnlampen-App nachvollziehen können. Für rund 48 Minuten soll sie in Betrieb gewesen sein.

Der Angeklagte gab zuvor an, sich zwar mit seinem Freund gestritten und geprügelt zu haben, aber beim Rausschmeissen aus dem Auto habe er noch gelebt. Wochen später ist der Körper der Leiche gefunden worden.

Wer heute Siri fragt, wie man eine Leiche los wird, bekommt inzwischen ziemlich genaue Hilfe. Der iPhone-Assistent schlägt Bestattungsdienste und Sargbauer vor. Ein Wald gehört nicht dazu.

(dafi)